Spezialisiert auf individuelle Kundenlösungen: Hannspree: klein aber flexibel

In den vergangenen Jahren war es in Deutschland etwas ruhig um Hannspree geworden. Dabei hat sich das Unternehmen weiterentwickelt und vor allem seine Präsenz im B2B- und Lösungsgeschäft ausgebaut. Hier setzt das Unternehmen vor allem auf Customized Solutions.

Der Monitormarkt in Deutschland ist hart umkämpft. Kleinere Unternehmen haben es in diesem Segment nicht leicht und auch Hersteller Hannspree gehört nicht gerade zu den größten Playern im Monitormarkt. Aber selbst für seine Größe war es in den vergangenen Jahren erstaunlich ruhig um das taiwanesische Unternehmen mit deutscher Niederlassung. Dennoch hat sich einiges getan. So hat sich der Hersteller deutlich mehr dem B2B- und Lösungsgeschäft zugewandt. »Bei Hannspree kommt der Hauptumsatz vom B2B- und Lösungsgeschäft. Wir haben uns in den letzten Jahren vor allem auf Costumized Solutions spezialisiert und richten unsere Produkte mehr auf Kundenwünsche aus«, erklärt Markus Wey, Sales Manager bei Hannspree.

Klassische Monitore sind aber immer noch im Portfolio des Unternehmens zu finden. »Im Grunde haben wir bei Hannspree drei verschiedene Standbeine«, führt Wey aus. Das erste, so der Manager, sind die Standardmonitore sowohl für B2B- als auch für B2C-Kunden. Das zweite ist das klassische Ausschreibungsgeschäft im B2B-Umfeld und das dritte Touch-Monitore und Lösungen im Touch-Umfeld. »Bei den Touch-Monitoren bieten wir einzelne Produkte und Zubehör an, haben aber vor allem Customized Solutions. Die Anfragen hierzu sind vielfältig und können von Logos auf einem Tablet-PC bis
hin zu einem Monitor in nicht Standardfarben oder Anwendungen für Spielgerätehersteller variieren«, erläutert der Sales Manager.

Business-Lösungen bietet der Hersteller beispielsweise für Security und Überwachung, Bildung, POI-Informationspunkt, Verkaufsautomaten, Point of Sale bis hin zu Glückspielbetriebe und Wetten an. Die Produkte sind nach Angaben des Herstellers vor allem im Preis-Einstieg zu finden und gehören dort nicht zu den billigen Marken. »Allerdings legen wir Wert auf gute Qualität und haben zum Beispiel Ausfallraten von weniger als 0,5 Prozent. Das wird uns auch auf Kundenseite immer wieder bestätigt: Wir bieten Produkte mit hoher Qualität zu fairen Preisen«, sagt der Sales Manager.

Dagegen räumt er gegenüber CRN auch ein, dass Markenbekanntheit immer noch ein wichtiges, aber schwer umzusetzendes Thema bei einem kleinen Unternehmen sei. Die Taktik: Den Channel weiterhin mit Anzeigen und Informationen über Hannspree zu versorgen. Nach wie vor verlässt sich der Hersteller auch auf sein zweistufiges Vertriebsmodell mit den sechs Distributoren Also, Api, Kosatec, Siewert & Kau, Tech Data und Wave. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern auch Unterstützung an. »Wir unterstützen unsere Kunden mit allem, was sie für ihre Kunden benötigen, sei es bei Ausschreibungen mit Projektpreisen, gemeinsamen Besuchen bei Kunden oder kostenlosen Teststellungen«, erklärt Wey.

Den B2B-Bereich, individuelle Lösungen und die Geschäfte mit Ausschreibungen und vertikalen Märkten will das Unternehmen laut Wey auch in den nächsten Monaten kontinuierlich weiter ausbauen. Einen klaren Vorteil gegenüber den großen Wettbewerbern wie Samsung, Benq oder Viewsonic sieht Wey vor allem in einem Punkt: »Wir sind zwar ein relativ kleiner Player, aber dafür deutlich flexibler. Spezielle Kundenwünsche können wir beispielsweise meistens in drei
Monaten realisieren und darin liegt unser Vorteil«, ist sich Wey sicher.