Kommentare (12)

Antwort von s.m. , 07:57 Uhr

Schön das mal einer den Mut hat die rauszuwerfen. Es ist immer und überall dasselbe mit SAP, es wird alles versprochen und dann muss man sein Haus auf SAP "Anpassen" damit zum Ende hin alles gleich ist und die "SAP- Fuzis" zurechtkommen, ihre Standardisierten Schulungen anbieten können usw.

…und nicht immer in eine Dokumentation schauen müssen um das System zu verstehen. LIDL hat sich sein Abläufe über Jahrzehnte erarbeitet und darum sollte das System gestrickt werden, natürlichen müssen da auch Anpassungen in den Prozessen stattfinden wir sind ja nicht mehr in den 70'ern aber mehr am SAP-System. Naja ich hätte ihnen für 50000 € geraten sich lieber für 10 Millionen hochkarätige Programmierer zu besorgen, den Rest hätte man 50 % in Werbung und 50% als Spende für wohltätige Zwecke verbuchen können. Naja so kauft sich vielleicht einer ein schönes Boot oder einen kleinen Fußballverein…mit Sicherheit verbuchen die das als Erfolg, wir haben viel aus diesem Projekt gelernt ..bla bla… vor allem habt ihr wie immer kassiert!

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Antwort von Peter , 12:48 Uhr

Sie haben anscheinend nicht viel Ahnung von SAP. Ich arbeite seit 30 Jahren im SAP Umfeld und habe schon unzählige SAP Einführungen mitgemacht. Wenn ein Unternehmen nicht bereit ist, seine Prozesse anzupassen, ist die Einführung zum scheitern verurteilt. SAP ist eine Standartsoftware. Da muss man seine Prozesse anpassen. Wer das nicht will, soll sich auch keine SAP kaufen. Es gibt genügend Alternativen. Klar muss auch SAP entsprechend customized werden, aber wer auf seinen Prozessen besteht (sehr oft ohne wirkliche Begründung, einfach nur, weil man es schon seit Jahren so macht), der hat verloren. Das weiss man aber alles auch, wenn man SAP einführt. Aber wenn man zuerst 500 Mio verbrennt und erst dann reagiert, muss einiges mächtig schief gelaufen sein bei Lidl. Das bestätigt nur den schlechten Ruf den Lidl in der IT Branche hat.

Antwort von Max , 12:12 Uhr

… Geschäftsprozesse wo es nötig war für die Standardsoftware anzupassen.

SAP ist nun mal eine Standardsoftware … wenn man SAP so verbiegen möchte wie man es sich wünscht ist man wieder bei seinen eigenen Inhouse Lösung.

nicht Release und Upgradefähig!

Antwort von g_f , 07:36 Uhr

Frau Dr. Wurm schreibt: "Bei .. kompletten Umstellung ..müssen .. alle Geschäftsprozesse auf den Prüfstand."

Ein Schlüsselsatz, eine Grundregel.

Selbst wenn diese hernach (partiell) nicht geändert werden, sind sie doch überprüft.

Ob ich final Geschäftsprozesse oder das WWS anpasse, oder beide, muss ich entscheiden, und das könnte dann auch eine Entscheidung gegen SAP sein.

Antwort von Christian , 16:39 Uhr

Geehrte Vor-Kommentatoren,

zu jeder IT-Umstellung darf neben der technischen Komponente ein weiterer wichtiger Faktor des Erfolgs nicht ausser Acht gelassen werden. Der Mensch. Ohne Change-Management passiert dieses Beispiel „Lidl“. Ich kenne SAP im Handel und bin sehr zufrieden. Wer glaubt eine Datenbank mit Schnick-Schnack-Einstellungen im Standard-Modus lässt Wunder geschehen, hat sich blenden lassen. Ohne customizing gehts nirgends. Egal welche IT.

Antwort von Besserwisser , 16:12 Uhr

Hallo Frau Dr. Wurm,

das sind aber schon etwas reißerische Horror-Geschichten - so traurig das ganze Kapitel ELWIS ist.

"1000 MA über 7 Jahre"

das ergäbe bei Gehalts-/Beraterkostenkosten von angenommen 150k Durchschnitt bereits einen Betrag der Personalkosten von über einer Milliarde - und das ohne andere Sachkosten, …

Da passt was nicht zusammen.

Geht's ggf. etwas weniger plakativ? "7 Jahre und bis zu 1.000 MA .." z. B.

PS: Natürlich halte ich das ganze Projekt in diesem Setting nach wie vor für Irrsinn.

Antwort von Michael Goecking , 14:55 Uhr

So langsam muss man bei SAP doch kapiert haben, dass sich die Software an die Realität anpassen muss!

Nur zur Erinnerung die Probleme bei der Einführung von SAP bei einem grossen Druckerhersteller vor ein paar Jahren und vor so gar nicht langer Zeit bei einem Haarkosmetik-Unternehmen…

Kunden mussten wochenlang Lieferengpässe in Kauf nehmen..

Das wollte Lidl sicherlich vermeiden und hat rechtzeitig die Reissleine gezogen

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Antwort von Peter , 12:53 Uhr

SAP ist eine Standartsoftware. Wo soll sich die den bitte anpassen? Also wer 500 Mio lang wartet, bis er die Reissleine zieht, hat definitiv zu spät festgestellt, dass da etwas mächtig schief läuft. Das bestätigt aber genau den Ruf von Lidl in der IT Branche.

Antwort von Stroh , 14:26 Uhr

Irrwitzig solch Summen rauszuwerfen. Alleine die Horde nutzloser SAP Berater - da stellen sich mir die Nackenhaare auf. Für das Geld hätte man vermutlich eine völlig eigene Lösung mit festen Mitarbeitern zusammenbasteln können die am Ende besser an das Unternehmen hätte angepasst werden können. Schon traurig was sich da sicherlich einige "Berater" die Taschen voll gemacht haben.

Antwort von Jörg , 13:45 Uhr

Hallo Frau Dr. Wurm

der letzte Satz scheint tatsächlich die bisher beste Beschreibung zu sein. Wenn man funktionierende Prozesse und gut einspielte Abläufe an eine Standard(?)-Software anpassen muss, dann stimmt - aus meinem Blickwinkel - mit der Software etwas grundlegend nicht. Wenn eine Software nicht die Realitäten abbilden kann, dann taugt die Software nicht, aber nicht die Realität.

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Antwort von Daniel , 12:58 Uhr

Wer sagt denn, dass die Prozesse bei Lidl funktionierten? Da habe ich als Informatikingenieur ganz andere Geschichten gehört von Lidl. Mittelalterliche IT Zustände herrschen dort. SAP ist weltweit der viertgrösste Softwarehersteller. So schlecht können die nicht sein….und wer eine Standardsoftware kauft, muss seine Prozesse anpassen. Punkt. Wer das nicht will, kauft kein SAP. Das wussten die von Lidl aber ganz genau.

Antwort von Michael Hagl , 13:43 Uhr

Wenig rühmlich für die vielen Berater und vor allem auch für den IT-Chef von Lidl, der offensichtlich auch von Anfang an nicht wusste, wo`s lang geht. Ich würde sagen, der Bearbeiterstab war viel zu groß. Diese Mengen brauche ich nur, wenn es dem Ende zu geht und in allen Filialen irgendwas umgestellt werden muss. Wobei man in so einem Fall beide Systeme eher parallel laufen lässt, und dann Teile nach und nach umstellt. Aber soweit scheint Lidl gar nicht gekommen zu sein.

Das größte Problem ist natürlich auf der einen Seite Lidl, die von ihren bewährten Verfahren nicht weg wollen und auf der anderen Seite SAP, die für sich den einzig möglichen Weg reklamieren, von dem nicht abgewichen werden kann. Lidl und SAP passen halt nicht zusammen.