Servicekonzepte am POS: Der POS muss digitaler werden

Der Konsument von heute nutzt für seinen Einkauf zunehmend digitale Kanäle. Neben einer ausgebauten Multichannel-Strategie ist vor allem eine Neukonzeption am Verkaufspunkt Pflicht, um sich an die geänderten Gewohnheiten der Verbraucher anzupassen. Die Zukunft des Handels am POS ist digital: Digital Signage und die Einbindung mobiler Endgeräte stehen dabei im Zentrum.

Um den vernetzten Kunden weiter zum POS zu locken, muss dieser digitaler werden (Bild: PinkShot - Fotolia.com)

Mit dem Boom mobiler Endgeräte verschwindet für den Verbraucher zunehmend die Grenze zwischen On- und Offline-Handel. Der vernetzte Konsument von heute stellt andere Ansprüche an Kommunikation, Information und Services. Lokale Stores übernehmen im digitalen Zeitalter zunehmend die Funktion von »Showrooms«. Angefasst und ausprobiert wird offline, gekauft dagegen oft bei den billigeren Online-Shops. Während der lokale Handel mit den neuen Bedingungen hadert und beim Umsatz stagniert, wuchs der Online-Versandhandel in der Folge allein im vergangenen Jahr laut dem Bundesverband des deutschen Versandhandels (bvh) um 27,2 Prozent. Viele bisher reine Offline-Händler setzen auf die Einrichtung eigener Online-Shops, um der Problematik zu begegnen. Allerdings nutzen sie auf diesem Weg nicht das Potential aus, das eine Digitalisierung klassischer Stores mit sich bringt. Eine Deloitte-Studie geht beispielsweise davon aus, dass Multichannel-Kunden pro Transaktion ganze 82 Prozent mehr ausgeben als solche, die nur im Laden einkaufen. Dabei ist der Elektroniksektor mit 62 Prozent vom Internet beeinflussten Transaktionen der beliebteste Sektor bei mehrkanaligen Transaktionen.

Der Offline-Handel muss deshalb den anspruchsvollen vernetzten Kunden wieder in reale Filialen und Geschäfte locken. Ein Whitepaper der Syzygy AG – einer Full-Service-Agentur für digitales Marketing, die Unternehmen ganzheitliche Dienstleistungen rund um das Thema digitalisierte Werbung anbietet – widmet sich dieser Problematik und macht Vorschläge, wie Händler den neuen Konsumenten mit der Digitalisierung ihres Verkaufspunktes wieder in ihren Laden holen können.

Mit vernetzter, digitaler Technologie am POS, die richtig in das jeweilige Verkaufskonzept des Händlers integriert ist, kann das Einkaufserlebnis des Kunden entscheidend zu Gunsten des Retails und Fachhandels verändert werden. Bisherige Schwächen wie ein geringeres Informationsangebot oder ein schlechterer Komfort werden ausgemerzt, vorhandene Stärken wie das Einkaufserlebnis, der unmittelbare Verkaufserfolg oder der persönliche Service dagegen gestärkt.