Nach ausufernden Videos: Twitters Vine streicht Pornos

Twitter hat die Nutzungsbedingungen des Videodienstes Vine überarbeitet. Nach einigen wohl untragbaren Aufnahmen sind pornografische Inhalte vom Programm gestrichen.

Twitter verbannt Pornografie aus Vine (Foto: Heron Blankstock Fotolia)

Twitter verbannt pornografische Inhalte aus dem Kurvideodienst Vine. Das gab das Unternehmen im Zuge der aktualisierten Nutzungsbedingungen bekannt. Demnach sind explizite sexuelle und pornografische Inhalte in den Videos verboten. »Für mehr als 99 Prozent der Nutzer ändert das überhaupt nichts«, schreiben die Betreiber in einem Blogeintrag. »Für den Rest: Wir haben kein Problem mit sexuellen Inhalten im Internet – wir wollen nur nicht die Quelle sein.«

Zwar streicht Twitter einschlägige Videos, damit ist aber nicht jegliche nackte Haut von der Videoplattform verbannt. Aktfotos sind im Gegensatz zu Apples App-Store-Richtlinien weiterhin erlaubt. Die Betreiber scheinen nur die ausufernde Nutzung Vines für pornografische Zwecke unterbinden zu wollen. Letztendlicher Auslöser für die neuen Regeln soll laut Medienberichten ein Kurzvideo sein, indem sich ein jugendlicher Nutzer aufgrund einer Wette an einem Hot Pocket-Sandwich verging.

Schon zuvor hat Twitter auf das Nutzerverhalten reagiert und diverse Suchanfragen unterbunden. Die jüngsten Videoveröffentlichungen scheinen den Betreibern aber letztendlich zu viel geworden zu sein. »Wir haben entschieden, dass es einen kleinen Prozentsatz an Videos gibt, die nicht sonderlich gut in unsere Community passen«, heißt es im Blog. Nutzer haben jetzt die Möglichkeit, entsprechende Inhalte zu melden. Wer sich nicht sicher ist, was laut den neuen Richtlinien gestattet ist, kann sich in einem offiziellen Leitfaden erkundigen. Dieser führt nochmals genau aus, was die Betreiber unter expliziten Inhalten verstehen, und was unter die künstlerische oder dokumentarische Darstellung von Sexualität fällt.