Mit Glas voll Kot auf der Bühne: Bill Gates will Toilettenrevolution starten

Mit ihrer Stiftung setzen sich Bill und Melinda Gates für die Verbesserung der globalen Gesundheit ein. Um seine Ziele klar zu machen, bediente sich Bill Gates nun eines eindrücklichen Hilfsmittels.

Fäkalgespräche beim Abendbrot

Die Technologien seien erstmals so weit entwickelt, dass sie auch wirtschaftlich zum Einsatz kommen könnten, sagte Gates. »Es ist nicht mehr länger eine Frage, ob wir Toiletten und andere Sanitärsysteme neu erfinden können.« Es sei nur noch die Frage, wie schnell diese sanitärnetz-unabhängigen Lösung im großen Stil eingesetzt werden könnten. Die Weltbank, deren Chef Jim Yong Kim an der Messe teilnahm, sowie die Asiatische und die Afrikanische Entwicklungsbank sagten ihre Unterstützung für sein Vorhaben zu.

Die Unternehmensberater von Boston Consulting schätzen den Markt für diese neuen Toiletten im Jahr 2030 auf jährlich sechs Milliarden US-Dollar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) errechnete, dass jeder in Sanitäranlagen investierte Dollar wiederum 5,50 Dollar einbringe. »Vor einem Jahrzehnt hätte ich nie gedacht, dass ich so viel über Kot wissen würde«, sagte Gates, der zu den reichsten Menschen der Erde zählt. »Und ich habe ganz bestimmt nicht gedacht, dass Melinda mir sagen müsste, dass ich aufhören soll, am Abendbrottisch über Toiletten und Fäkalschlamm zu reden.«

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