Jahresbilanz 2009: Trotz Quelle-Insolvenz: Intershop im Plus

Für Shopsoftware-Hersteller Intershop war die Insolvenz des Handelsriesen Quelle ein schwerer Schlag. Doch 70 neue Projekte sorgten dafür, dass das Jenaer E-Commerce-Unternehmen das vergangene Jahr dennoch mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn beenden konnte.

Im Intershop-Tower gingen 2009 über 70 Neuaufträge ein

Gemäß der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009, welche die Intershop Communications AG heute bekannt gegeben hat, konnte das Jenaer E-Commerce-Unternehmen im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 13 Prozent auf 31,8 Millionen Euro steigern. Besonders im Lizenzbereich erzielte Intershop dabei eine deutliche Steigerung: Die Lizenzerlöse verbesserten sich von 4,1 Millionen Euro um 69 Prozent auf 6,9 Millionen Euro. Im Bereich Serviceleistungen, Wartung und Sonstige verbuchte Intershop einen Umsatzanstieg um vier Prozent auf 24,9 Millionen Euro. Die gestiegenen Einnahmen wirkten sich auch auf der Ertragsseite aus: So stieg das operative Ergebnis (EBIT) des Shopsoftware-Herstellers um sieben Prozent auf 2,0 Millionen Euro.

Nachdem der insolvenzbedingte Ausfall des Großkunden Quelle für Intershop zunächst dunkle Wolken aufziehen ließ, gelang dem Unternehmen ein überraschend positiver Jahresabschluss. So übertraf Intershop die selbstgesteckte Vorgabe von sieben bis elf Prozent Wachstum. Wesentliche Ursache für die Umsatzsteigerung waren wichtige Vertragsabschlüsse mit strategischen Kunden (Platinum Accounts) sowie eine große Anzahl an weiteren Neukunden: Mit über 70 neuen Projekten im vergangenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft nach eigener Angabe die Umsatzausfälle und Wertberichtigungen beim insolventen Großkunden Quelle mehr als ausgeglichen.

Eine stabile gesamtwirtschaftliche Lage vorausgesetzt, geht Intershop für 2010 nun von einem weiteren organischen Umsatzzuwachs in einer Größenordnung von sieben bis 13 Prozent und einem nachhaltig positiven Ergebnis aus.