Maxdata: Maxdata-Urgestein Kwasnitza wechselt Job

Er bleibt »verrückter« Schalke-Fan, auch wenn es ihn ins Badische zieht. Noch wichtiger aber: Frank Kwasnitza bleibt IT-Resellern treu. Dem Maxdata-Fachhandel wird der »Kwasi« aber fehlen.

Vertriebsleiter Frank Kwasnitza hat beim PC- und Monitorhersteller Maxdata alle Höhen und Tiefen miterlebt, zahlreiche Manager kommen und gehen sehen, ihre Entscheidungen oft genug nicht gut geheißen, aber letztlich immer mitgetragen. Nicht zuletzt aufgrund seiner Loyalität und Verbindlichkeit war »der Kwasi«, wenn man so will, die Seele des Maxdata-Fachhandels. Der Manager wird Maxdata zum Ende Juni verlassen, nach 16 Jahren Maxdata.

»Ich habe jetzt die Gelegenheit, eine neue Herausforderung anzunehmen«, sagt Kwasnitzka im Gespräch mit Computer Reseller News. Und die heißt Leo Computer im badischen Appenweier, ein Schwesterunternehmen des von Vorstand Martin Foshag gegründeten Systemhauses Leitwerk AG. Beim Leo Computer wird der 38-Jährige neben Torsten Duffner Geschäftsführer und zugleich Mitgesellschafter. Kwasnitza wird bei PCHersteller Leo Computer den Fachhandelskanal weiter ausbauen.

Derweil sucht Maxdata nach einem Nachfolger für Frank Kwasnitza. Von einem Ausscheiden im Streit könne keine Rede sein, beteuert Kwasnitza. »In den nächsten zwei Wochen wird es einen sauberen Übergang geben. Im Übrigen gibt es bei Maxdata genügend Führungskräfte, die meine Aufgaben übernehmen können.« Wer Kwasnitza kennt, wird die kolportierten »unüberwindliche Differenzen« als haltloses Gerücht bezeichnen müssen, die angeblich zur Trennung geführt haben sollen. Es hatte in der Vergangenheit genügend Situationen bei Maxdata gegeben, die Kwasnitza als Grund für einen Wechsel hätte anführen können.

Nicht so sehr die krisenhafte Zuspitzung infolge hoher Verluste am Ende der Ära Lampatz bei Maxdata, die so manchen Manager zur sofortigen Fahnenflucht bewogen hätte. Sondern eher personelle Entscheidungen, so zum Beispiel Kwasnitzas Aufstieg zum Prokuristen und »lediglich« Mitglied der Geschäftsleitung, aber eben nicht Geschäftsführung bei der Maxdata GmbH. Dieser Posten blieb anderen vorbehalten. Doch »Titel sind mir nicht wichtig«, wiegelt der langjährige Maxdata-Angestellte ab. Er verlasse Maxdata zu einem Zeitpunkt, an dem der Hersteller wieder den Anschluss an Innovationen gefunden habe und mit der neuen Belinea-Produktreihe Erfolge schreibe.