Etailer weiter auf Wachstumskurs: Notebooksbilliger.de plant europäische Expansion

Store-Eröffnung, PC-Eigenmarke und Initiativen im Businesskunden-Geschäft: Notebooksbilliger.de sparte in diesem Jahr nicht mit Neuigkeiten. Doch für Firmenchef Arnd von Wedemeyer liegt die klare Priorität weiterhin auf dem Online-Kerngeschäft, das bald nicht mehr auf den deutschen Markt beschränkt sein soll.

Der Etailer strebt in diesem Jahr einen Umsatz von mindestens 300 Millionen Euro an

Bei Notebooksbilliger.de verging dieses Jahr kaum ein Monat ohne neue Initiativen: Im März eröffnete der erste Store des Etailers in München, im Juli wurde der Start einer PC-Eigenmarke angekündigt und dazwischen eifrig am Ausbau des Businesskunden-Geschäfts gearbeitet. Zuletzt sorgte das Unternehmen mit der Ankündigung für Aufsehen, als erster Etailer in Deutschland Dell-Server zu verkaufen und diese auch individuell assembliert beim Kunden aufzustellen (CRN berichtete). Ein so hohes Aktivitätslevel kann leicht etwas planlos wirken und auch Notebooksbilliger.de-Chef Arnd von Wedemeyer bemüht sich im Gespräch mit Computer Reseller News, die Verhältnisse zurecht zu rücken: »Unser Store und die Eigenmarke >NBB< sind interessante neue Geschäftsfelder, doch geht es primär um unser Kerngeschäft im Onlinehandel.« So habe man beispielsweise den Plan, die NBB-Notebooks am Firmenstandort in Sarstedt zu fertigen, zunächst zurückgestellt und werde die Rechner nun von einem Partner assemblieren lassen. »Da unser Onlineshop derzeit deutlich über Plan läuft, haben wir uns entschieden, unser Lager stattdessen für mehr Umsatz im Kerngeschäft zu nutzen«, berichtet Wedemeyer.

Der Firmenchef ist zuversichtlich, das Geschäftsjahr 2010 wie beabsichtigt mit einem Umsatz jenseits der 300 Millionen Euro abschließen zu können – gegenüber dem Vorjahr würde das einem Zuwachs von mindestens zehn Prozent entsprechen. Der Wachstumskurs drückt sich bei Notebooksbilliger.de auch personalseitig aus: Aktuell beschäftigt der Etailer rund 260 Mitarbeiter. »Unser Umsatzwachstum lässt sich zum einen darauf zurückführen, dass die Durchschnittspreise in diesem Jahr leicht angestiegen sind«, so Wedemeyer, »aber auch Billig-Angebote ziehen nach wie vor sehr gut.« Nachdem Notebooksbilliger.de auf dem deutschen Markt im PC-Bereich nahezu uneinholbar scheint, lässt der Etailer den Blick nun zunehmend in die Ferne schweifen: »Wir werden 2011 den europäischen Markt angehen«, so Wedemeyers Kampfansage.

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