Konkurrenz durch direktes Geschäft: So verkaufen Systemhäuser Cloud-Speicher

Online-Speicher werden auch in Unternehmen beliebter. Sicherheitsbedenken verhindern allerdings den endgültigen Durchbruch. Systemhäuser müssen sich in dem Markt gegen starkes Direktgeschäft durchsetzen.

Martin Ninnemann, Director Channel Sales bei Trend Micro; Foto: Trend Micro

Mehr als jeder zweite Angestellte arbeitet den Marktforschern von IDC zufolge zumindest teilweise mobil. Das erfordert neue Konzepte für den Zugriff auf Unternehmensdaten, denn Mitarbeiter müssen einfach auf Dokumente und Dateien zugreifen können unabhängig davon, wo und mit welchem Endgeräte sie arbeiten.

Speichern, Synchronisieren und Teilen von Daten in der Cloud – im privaten Umfeld längst eine Selbstverständlichkeit – hält deswegen mittlerweile auch in Unternehmen Einzug. »Was sich nach einer echten Erfolgsgeschichte für die entsprechenden Angebote anhört, ist in Wirklichkeit ein großes Problem. Das Unternehmen verliert die Kontrolle über seine Daten und diese sind schließlich der Rohstoff und Produktionsfaktor für das 21. Jahrhundert«, gibt Ulf Schade, Solution Manager beim IT-Dienstleister Computacenter, zu bedenken. Für den Privatgebrauch konzipierte Angebote wie Dropbox oder TeamDrive bieten Unternehmen keine ausreichenden Sicherheitsstandards – und setzen die IT-Abteilungen unter Druck, den Mitarbeitern passende Alternativen anzubieten um keine Schatten-IT entstehen zu lassen.

Dementsprechend kommen immer mehr Angebote auf den Markt, die auf die speziellen Anforderungen von Firmenkunden zugeschnitten sind. »Wir beobachten ein zunehmendes Interesse an diesen Diensten. Allerdings gepaart mit Vorsicht und Berührungsängsten in Bezug auf das Thema Cloud«, hat etwa Martin Ninnemann, Director Channel Sales bei Trend Micro, festgestellt. Der Security-Spezialist bietet mit »SafeSync for Business« auch einen Online-Speicher für Unternehmenskunden an.

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