Bitkom-Studie »Kinder und Jugend 3.0«: Smartphone ist für Kinder Alltag

Für Kinder von heute gehören Smartphone und die Nutzung des Internets längst zum Alltag. Der Bitkom gibt Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder dabei unterstützen, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden.

Schön für die Jüngsten ist der Umgang mit dem Smartphone selbstverständlich (Bild: Antonioguillem - Fotolia.com)

Der selbstverständliche Konsum digitaler Medien von Kindern führt oft zu sorgenvollen Minen bei ihren Eltern. In Zeiten, in denen sich gesellschaftliche Debatten um »Killerspiele« und »digitale Demenz« drehen, wollen viele Eltern das digitale Leben ihrer Schützlinge in die richtigen Bahnen lenken. Die vom Branchenverband Bitkom durchgeführte Studie »Kinder und Jugend 3.0« hat das Nutzungsverhalten des Nachwuchses analysiert und gibt Eltern einige Hinweise, wie sie mit dem digitalen Konsum ihrer Sprösslinge richtig umgehen.

Demnach sind bereits mit zehn Jahren fast alle Kinder online, mit zwölf Jahren haben sie ein eigenes Smartphone und mit 14 einen Account in sozialen Netzwerken. Dabei achten laut Bitkom viele Kinder durchaus auf ihre Privatsphäre. Die große Mehrheit achtet darauf, welche Informationen sie oder andere über sich selbst ins Internet stellen. In der repräsentativen Umfrage unter 962 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren kommt heraus: Internet und Smartphone sind in Kinderzimmern nichts Besonderes mehr. »Für die meisten Kinder und Jugendlichen gehören Smartphones, Computer und Internet heute zum Alltag«, fasst Bitkom-Chef Dieter Kempf die Ergebnisse zusammen.

Laut der Umfrage benutzen bereits 39 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen das Internet. Bei den Acht- bis Neunjährigen sind es satte 79 Prozent. Mit zehn oder elf Jahren sind nahezu alle Kinder (94 Prozent) im digitalen Netz unterwegs und verbringen dort durchschnittlich 22 Minuten ihres Tages. Jugendlich zwischen 16 und 18 Jahren verbringen dagegen mit 115 Minuten schon fast zwei Stunden im Internet. Auch deshalb warnt Kempf: »Kinder dürfen im Internet nicht allein gelassen werden. Eltern und andere Erwachsene sollten sie auf ihrem Weg in die digitale Welt begleiten und unterstützen.«

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