Die passive Infrastruktur als aktive Bremse: Wenn die Verkabelung zum Problem wird

Die Digitalisierung treibt die Anforderungen in Firmennetzwerken in die Höhe. Unternehmen sind gezwungen, ihre Infrastruktur zu modernisieren, sparen jedoch häufig bei der Verkabelung. Doch gerade sie ermöglicht erst hohe Datenraten und Verfügbarkeit im Netz.

André ­Engel ist Geschäftsführer von trans data elektronik (tde)
(Foto: tde)

Die digitale Transformation erhöht die Ansprüche an das Netzwerk. Die steigende Zahl an Clients sowie bandbreitenintensive Anwendungen zwingen Unternehmen dazu, ihre Infrastruktur zu modernisieren oder gar zu erneuern. Viele Firmen machen derzeit den Schritt zu 1GBit-, einige sogar zu 10 GBit-LAN, erklärt André ­Engel, Geschäftsführer von trans data elektronik (tde), einem deutschen Hersteller von skalierbaren Verkabelungssystemen mit rund 50 Mitarbeitern und Fertigung in Deutschland. Die neuen Netzwerke sind aber im Vergleich zu den alten 100 MBit-Leitungen nicht mehr so fehlertolerant, da die Anforderungen mit zunehmenden Übertragungsraten ebenfalls wachsen. Die Folge ist, dass die Netze nur schlecht oder gar nicht funktionieren.

»Bei der Modernisierung der Infrastruktur wird häufig nur an die Hardware gedacht«, stellt Engel fest. Oftmals bremst ein billiges Patchkabel jedoch das gesamte Netzwerk aus, weil es nicht die benötigte Funktionalität erbringt. »Und das, obwohl die Kosten für die Verkabelung mit Installation im Rahmen eines Projektes im einstelligen Prozentbereich liegen«, sagt der tde-Chef. Dass sich die passive Infrastruktur als Engpass erweist, stellt er immer wieder fest. Ein sicheres Zeichen dafür sind spontane Fehler und Ausfälle im Netzwerk.

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