Ende der Spekulationen: Investoren kaufen Rackspace für 4,3 Milliarden Dollar

Fast einen Monat hielten sich die Gerüchte zu einem Verkauf von Rackspace, nun herrscht Klarheit: Eine Gruppe von Finanzinvestoren unter der Führung von Apollo Global Management kauft den Cloud-Spezialisten.

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Rackspace wird von Finanzinvestoren unter der Führung von Apollo Global Management übernommen. Diese bieten 32 Dollar pro Aktie und damit einen Aufschlag von 38 Prozent auf den Kurs vom Monatsanfang, bevor die Gerüchte um einen Verkauf des Cloud-Spezialisten aufkamen. Der Rackspace-Verwaltungsrat hat der Offerte, die ein Gesamtvolumen von 4,3 Milliarden Dollar hat, bereits zugestimmt. Tun das die Wettbewerbsbehörden und Anteilseigner auch, soll die Transaktion im Laufe des vierten Quartals dieses Jahres abgeschlossen werden.

Apollo wird Rackspace von der Börse nehmen. Dadurch soll der Cloud-Anbieter die Chance erhalten, in Ruhe in neue Cloud-Angebote zu investieren. Damit leite man eine Transformation ein, die langfristig Wachstum verspricht, kurzfristig aber Umsätze und Margen für einige Quartale beeinträchtigen werde, erklärte Taylor Rhodes, Präsident und CEO von Rackspace. Er bleibt, wie auch der Rest des Managements, an Bord.

Rackspace ist eigenen Angaben zufolge in mehr als 120 Ländern aktiv. Neben traditionellen Hosting-Diensten hat das Unternehmen auch Cloud-Services im Angebot, darunter auch solche, die Kunden von AWS und Microsoft Azure unterstützen. Diese machen zwar bislang nur einen kleinen Teil des Umsatzes aus, wachsen aber stark und zählen damit zu den Bereichen, in die Rackspace stärker investieren will.

In Deutschland hat Rackspace Alex Fürst damit beauftragt, das Geschäft hierzulande aufzubauen. Fürst wechselt von Acronis zum US-Hoster und wird mit seinem Channel-Team die Expansion hierzulande verantworten (CRN berichtete in Ausgabe 30 vom 28.Juli 2016).