Interview mit Anton Döschl von Cisco: »Die flexible Zusammenarbeit von Team-Mitgliedern wird immer wichtiger«

Im Interview mit CRN erläutert Anton Döschl, Architecture Lead Collaboration bei Cisco, wie digitale Arbeitskonzepte den UCC-Markt verändern und was Unternehmen beachten sollten, damit die Einführung einer UCC-Lösung zum Erfolg wird.

Anton Döschl, Architecture Lead Collaboration bei Cisco
(Foto: Cisco)

CRN: Herr Döschl, wie stark ist die Verbreitung von UCC-Lösungen bereits in der Praxis?

Anton Döschl: Die flexible Zusammenarbeit von Team-Mitgliedern wird immer wichtiger – sei es im Unternehmen oder über Unternehmensgrenzen hinweg. Harvard Business Review hat Führungskräfte weltweit dazu befragt, wie sich die Zusammenarbeit verändert. Demnach haben bereits 54 Prozent in Collaboration-Lösungen investiert.

CRN: Was sind die größten technischen Herausforderungen bei der Implementierung einer UCC-Lösung?

Döschl: Eine der größten Herausforderungen für moderne Collaboration-Lösungen ist ganz klar die Sicherheit. Sie müssen die Anforderungen der Datenschutzverordnungen und Sicherheitsrichtlinien der Kunden erfüllen. Zum Beispiel bietet Webex Teams eine innovative Sicherheitsarchitektur, Funktionen gegen Datenverlust und eine umfassende Datenverschlüsselung auf den Geräten.

CRN: Was müssen Unternehmen organisatorisch und kulturell beachten, damit UCC-Lösungen ihre Vorteile auch tatsächlich entfalten können?

Döschl: Wichtig ist eine Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, Eigenverantwortung und Respekt für geleistete Arbeit fußt und den Mitarbeitern entsprechenden Raum für die Work-Life-Balance bietet. Dabei nehmen Führungskräfte als Vorbild eine zentrale Rolle ein. Rahmenbedingungen für die Nutzung von UCC-Lösungen sollten ineffizientes Arbeiten oder Überlastung vermeiden. Oft erarbeiten Mitarbeiter diese gemeinsam mit Personal und Führungskräften. Zudem müssen Collaboration-Lösungen den Anwender durch einfache Bedienung unterstützen.

CRN: Inwiefern profitiert der UCC-Markt vom Trend zu digitalen Arbeitsplatzkonzepten?

Döschl: Die Digitalisierung von Arbeitsplätzen führt zu einer Neuordnung von Prozessen, da diese nicht mehr durch Raum, Ort oder Zeit limitiert sind. So versorgen Unternehmen immer mehr Mitarbeiter mit dafür geeigneten Collaboration-Lösungen, um den Austausch von Informationen und Wissen zu forcieren. Die Anforderungen sind unter anderem: enge Integration von Anwendungen für Berufs- und Privatleben angesichts der Consumerization der IT, Entwicklung mobiler Lösungen zur orts- und geräteunabhängigen Sprach-, Video- und Daten-Kommunikation sowie Realisierung einfacherer Arbeits- und IT-Prozesse bei gleichzeitig hoher Sicherheit.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Jo , 11:47 Uhr

Sehr guter Artikel. Die Integration, ( Chat, Datenablage, Telefonie und Videokonferenz, fehlt noch E-Mail ;-) ist der Schlüssel.

Ich weiss wie und wo ich mit meinen Kollegen und Kunden kommuniziere und habe die Historie im Blick.