Unternehmensdaten im Berufsverkehr: Arbeitnehmer tragen riesige Datenmengen umher

Viele Mitarbeiter nehmen Unternehmensdaten mit nach Hause und riskieren deren Verlust, warnt die EMC-Tochter Mozy. Allein im Berliner und Münchner Berufsverkehr sollen tägliche 563 Petabyte an Daten unterwegs sein.

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Obwohl mobile Geräte leicht verloren gehen können, tragen laut einer Umfrage von Mozy viele Mitarbeiter wichtige Unternehmensdaten auf ihnen umher - und das oft genug, ohne die Daten zuvor gesichert zu haben. Durch den Transport steige das Risiko, dass die Daten in falsche Hände gelangen, warnt Oliver Lotz, Director der Data Protection & Availability Division von EMC Deutschland. Er rät Unternehmen, der Gefahr des Datenverlusts durch Mitarbeiter genauso große Aufmerksamkeit zu widmen wie dem Schutz der Daten auf Servern und beim Transport durch Netzwerke.

Der Umfrage zufolge nehmen 58 Prozent der Berliner Pendler Unternehmensdaten mit nach Hause, in München sind es sogar 64 Prozent. Dadurch werden täglich 563 Petabyte durch die beiden Städte bewegt - laut Mozy 569 mal mehr als täglich über das Internet verschickt werden. Der durchschnittliche Berliner trägt demnach 379 GByte umher, der durchschnittliche Münchner 420 GByte.

Dass dies durchaus riskant ist, dürften viele der Pendler aber wissen, denn immerhin 26 Prozent gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten ein Gerät mit wichtigen Daten verloren zu haben. Einer früheren Mozy-Umfrage zufolge trifft es vor allem Smartphones. Besonders gefährdet sind diese in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit.