Fortinet will im Markt präsenter werden: »Wir müssen besser kommunizieren, dass wir mehr als Firewall machen«

Mit CRN sprach Fortinets neuer Channel-Manager Tommy Grosche über seine Ziele. Der Sicherheitsanbieter müsse bekannter werden und Themen abseits von Firewalls stärker besetzen, sagt er. Dabei dürfe Fortinet trotz starkem Wachstum aber »nicht wie die großen Security-Anbieter werden«.

Tommy Grosche, Director Channel Sales Germany bei Fortinet
(Foto: Fortinet)

Seit Jahresanfang ist Tommy Grosche als neuer Channel Director Germany bei Fortinet. Er folgt auf den im vergangenen Sommer zu Zscaler abgewanderten Jörg von der Heydt und hat die ersten Monate genutzt, um den Sicherheitsanbieter und seine Partner kennenzulernen. Diese würden vor allem die unkomplizierte Zusammenarbeit und die technologisch ausgereiften Produkte schätzen, berichtet er im Gespräch mit CRN. Allerdings könnte die Bekanntheit von Fortinet über die bestehenden Partner und Kunden hinaus besser sein. Deshalb will Grosche die Brand-Awareness erhöhen, aber auch mehr über das Portfolio des Herstellers reden. Dieser wird oft auf das Thema Firewalls reduziert, dabei bietet er eine große Produktpalette für die Absicherung physischer und virtueller Umgebungen sowie Netzwerk-Hardware wie Switches, WLAN und Application Delivery Controller. »Wir müssen besser kommunizieren, dass wir mehr als Firewall machen«, sagt Grosche.

Wichtig ist das vor allem, weil sich die IT-Umgebungen der Kunden verändern: Sie werden virtualisiert und integrieren Ressourcen aus der Cloud. Unternehmen hätten aber keine Lust sich mit verschiedenen Anbietern herumzuschlagen, so der Channel-Manager, und würden daher auf Managed-Services ausweichen. »Das verlagert das Problem mit dem Gerätezoo aber nur zu den MSPs.« Hier sieht Grosche Fortinet mit seinem breiten Angebot gut positioniert. Zudem unterstütze man die verschiedensten Betriebsmodelle: angefangen mit Lösungen beim Kunden, um die der Kunde selbst oder ein Partner sich kümmert, über Lösungen für den Einsatz im Rechenzentrum von Service-Providern bis hin zur Integration von öffentlichen Cloud-Umgebungen wie AWS. Damit hätten die Partner alle Werkzeuge an der Hand, um Kunden bei der Transformation ihrer IT zu unterstützen. Das gelte es, nach außen zu tragen, so die Vorgabe des Channel-Managers.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von PC-Flüsterer Bremen , 12:24 Uhr

Aha, besser kommunizieren. Wie wäre es stattdessen mit besseren, will sagen sicheren Produkten? Ohne eine fest eingebautes Wartungs-Passwort, das viele Experten für eine absichtliche Hintertür halten? Ohne XSS Lücken wie Anfang April entdeckt? Wenn es um Appliances geht, vertraue ich keinem einzigen US-Hersteller. Für mich und meine Kunden kommen nur deutsche oder wenigstens europäische Produkte in Frage, also Lancom oder bintec-elmeg.