Individueller Schutz vor DDoS-Attacken: Link11 sucht Hosting-Provider als Partner

Der DDoS-Spezialist Link11 vertreibt seine Lösungen nicht mehr nur via klassischem Reselling, sondern bindet neuerdings Hosting-Provider direkt in seine Infrastruktur ein, sodass diese ihren Kunden individuelle Lösungen anbieten können.

Raymond Hartenstein, Leiter Vertrieb von Link11

DDoS-Attacken sind bei Cyberkriminellen ein beliebter Weg, um Geld von Unternehmen wie Onlineshop-Betreibern zu erpressen, die auf die Verfügbarkeit ihrer Website angewiesen sind. Spezialisierte Anbieter versuchen solche Angriffe zu verhindern, indem sie den Traffic kontrollieren und verdächtigen Datenverkehr herausfiltern. Zu diesen zählt die deutsche Link11, die ihre Schutzlösungen bislang nur auf klassischem Reselling-Wege vertrieben hatte, nun jedoch auch Hosting-Provider als Partner gewinnen will. In vielen Gesprächen habe man die speziellen Anforderungen der Hosting-Branche kennengelernt und ein Modell entwickelt, das ganz auf diese zugeschnitten sei, erklärt Raymond Hartenstein, Leiter Vertrieb von Link11.

Hoster können sich neuerdings in das Link11-Netzwerk einklinken und die DDoS-Filter des Anbieters nutzen, um eigene geschützte Netzbereiche zu betreiben und individuelle Schutzpakete zu schnüren. Auf diese Weise sind sie in der Lage, flexibler auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zu reagieren, als wenn sie nur vorhandene Produkte weiterverkaufen würden. Zudem sparen sie sich Investitionen in eine eigene geschützte Plattform. Link11 zufolge können Hoster für einzelne IP-Adressen oder komplette Netzbereiche jeglicher Kundengröße einen Schutz vor DDoS-Angriffen sicherstellen und Produkte von der Basissicherung bis hin zum Managed Security Service anlegen. »Das Nebeneinander von unkritischen Anwendungen, bei denen eine Downtime verträglich ist, und von Anwendungen, die in einem vor DDoS-Angriffen geschützten Netzbereich liegen, wird sich als Standard etablieren«, ist Hartenstein überzeugt.

Um die durch den neuen Service entstehenden, zusätzlichen Lasten abzufangen, hatte Link11 seine Infrastruktur zuletzt konsequent ausgebaut und an die großen Internetknoten DE-CIX, AMS-IX und LINX sowie wichtige Tier 1-Carrier angebunden.