CRN-TV mit Maik Wetzel: »Es generiert Vertrauen, wenn man Kompetenz zeigt«

Im Gespräch mit CRN-TV erklärt Maik Wetzel, Channel Sales Director DACH bei Eset, was mit der EU-Datenschutzgrundverordnung auf deutsche Firmen zukommt und warum das für den Channel – ebenso wie das wachsende MSP-Geschäft – eine große Chance ist.

Maik Wetzel, Channel Sales Director DACH bei Eset
(Foto: CRN)

Ab Mai 2018 gilt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung, die Firmen zahlreiche zusätzliche Pflichten im Umgang mit personenbezogenen Daten auferlegt. Bei CRN-TV erläutert Maik Wetzel, Vertriebschef beim Sicherheitsspezialisten Eset, was auf Unternehmen zukommt und warum sich der Channel als Berater zu diesem Thema positionieren muss.

»Wer sich schon sehr intensiv an die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes gehalten hat, der ist gar nicht so schlecht aufgestellt«, sagt Wetzel, weist aber auch darauf, dass Nutzer umfangreichere Auskunftsrechte haben und Firmen schärfere Meldepflichten bei Datenschutzvorfällen. Das bedeute eine organisatorische und technische Umstellung, die zügig angegangen werden müsse.

Die EU-Datenschutzgrundverordnung sei mittlerweile in den Köpfen der Unternehmen angekommen, hat Wetzel festgestellt. »Was die Umsetzung angeht, sieht es noch ein bisschen anders aus – da wird es für den einen oder anderen eng.« Wetzel zufolge ist das Thema eine gute Chance für den Channel, sich als kompetenter Berater zu positionieren: »Es generiert Vertrauen, wenn man Kompetenz zeigt.« Die Folge seien daran anschließende Projekte und neue Geschäftsmöglichkeiten. Wetzel empfiehlt Fachhändlern und Systemhäusern daher, die Veranstaltungsangebote der Hersteller und Distributoren zu dem Thema anzunehmen und Knowhow aufzubauen.

Dieses Vertrauen hilft auch im MSP-Geschäft, das dem Manager zufolge zwar einige Herausforderungen – etwa in der Vertragsgestaltung – bereithalte, aber eine große Chance für den Channel sei. Allerdings will er das nicht dogmatisch sehen: Käme ein Fachhändler nach eingehender Analyse seines Unternehmens zu dem Schluss, beim traditionellen Lizenzgeschäft bleiben zu wollen, sei das in Ordnung. »Ich glaube nicht, dass das von heute auf morgen komplett wegbrechen wird.«

Wer dagegen in das MSP-Geschäft einsteigen wolle, könne das mit Eset ohne Einstiegshürden, betont Wetzel: »Bei uns kann man im Prinzip schon mit einem gemanagten Endpoint in das MSP-Programm einsteigen.«