CRN Channel Konferenz: Sicherheitsexperten berichten aus der Praxis

Der Security-Markt wächst schnell, ist aber ob sich stetig wandelnder Bedrohungen, neuer Technologien und steigender Kundenanforderungen kein einfaches Umfeld. Auf der CRN Channel Konferenz geben Sicherheitsexperten wertvolle Einblicke in die Praxis, stellen spannende Lösungen vor und nennen Erfolgsfaktoren für das Security-Business.

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Schädlinge wie »Locky« oder »Wannacry« sind mittlerweile den meisten Menschen ein Begriff und ein Beleg dafür, wie sehr Security-Themen bereits in den Alltag vorgedrungen sind. Regelmäßig erinnern Berichte über neue Cyberangriffe oder Datenverluste sowohl Privatnutzer als auch Firmen an die eigene digitale Verwundbarkeit – so sie nicht schon selbst schlechte Erfahrungen gemacht haben. Keine Frage, IT-Sicherheit ist ein Thema, das jeden etwas angeht, aber nicht einfach zu beherrschen ist. Zu groß ist vielfach die Angriffsfläche, die Firmen in der Cloud und mit mobilen Mitarbeitern, die auf Ressourcen im Unternehmensnetz zugreifen müssen, bieten. Zu komplex sind die Bedrohungen, die häufig auf ein bestimmtes Opfer zugeschnitten und perfekt getarnt sind. Und zu unübersichtlich die Auswahl an Herstellern, Produkten und Technologien, als dass man noch den Überblick behalten könnte.

Einen intensiven Einblick in Bedrohungsszenarien und zuverlässige Sicherheitslösungen sowie Erfahrungen aus der Praxis liefern zahlreiche Security-Experten auf der CRN Channel Konferenz am 19. September in Fürstenfeldbruck bei München und am 15. Oktober in Köln. Stefan Scheck und Mario Winter von Sophos werden dort etwa erklären, wie künstliche Intelligenz, eingebettet in eine moderne Endpoint Detection & Response (EDR), beim Aufspüren von Sicherheitsvorfällen und der Reaktion auf diese helfen kann. EDR ist derzeit eines der Trendthemen im Markt, weil es die klassische Bedrohungsabwehr, die nie zu hundert Prozent gelingen kann, sinnvoll ergänzt und bei Kunden für ein höheres Schutzniveau sowie im Channel für neue Umsatzchancen sorgt.

Welches Schutzniveau überhaupt mit welchem Aufwand angestrebt werden sollte, darauf geht Michael Zimmer von G Data ein. Er liefert Empfehlungen, welche Prioritäten man bei Security setzen sollte, was es bei der Produktauswahl zu beachten gilt und wie man im Spannungsfeld aus neuen Bedrohungen, disruptiven Technologien und anhaltendem Fachkräftemangel bestehen kann. Zimmer plädiert für einen Paradigmenwechsel von »höchster Sicherheit« zu »optimierter Resilienz«. Noch tiefer tauchen dann Christian Schneider von Schneider & Wulf EDV-Beratung und Maik Wetzel von Eset in die Praxis ein. Schneider berichtet aus dem Systemhausalltag, in dem Kunden ihr eigenes Risiko kaum einschätzen und selten konkrete Handlungsempfehlungen ableiten können und damit mehr denn je auf die Unterstützung von Partnern angewiesen sind. Wetzel stellt in seiner Keynote heraus, dass es im Security-Geschäft nicht darauf ankommt, über Produkte zu reden, sondern dem Kunden zuzuhören. Sein Kollege Michael Schröder geht anschließend auf das Spannungsfeld aus guten Vorsätzen und hehren Zielen sowie der realen Situation vor Ort ein. »Fehlende Usability zerstört so manche Träume von IT-Security-Architekten«, sagt er.

Sollte im Kampf gegen Cyberbedrohungen mal etwas schief gehen, was früher oder später bei jedem Unternehmen passiert, ist eine Datensicherung oft die letzte Rettung. Sabine Schilg von Carbonite wird daher passende Auswege aus den unterschiedlichsten Szenarien vom geklauten Notebook bis zum abgebrannten Serverraum aufzeigen.

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Mehr Informationen und kostenlose Anmeldung zur CRN Channel Konferenz unter channel-konferenz.de

Und hier ein paar Impressionen von der CRN Channel Konferenz des vergangenen Jahres