Restrukturierung: Symantec baut 7 Prozent seiner Stellen ab

Bevor das Enterprise-Geschäft verkauft wird, soll bei Symantec noch einmal an der Kostenschraube gedreht werden. Geplant ist neben einem größeren Stellenabbau auch das Schließen von Büros und Rechenzentren.

(Foto: CC0 - Public Domain)

Für 10,7 Milliarden Dollar verkauft Symantec sein Enterprise-Geschäft an Broadcom, doch zuvor leitet der Security-Hersteller noch ein neues Restrukturierungs- und Sparprogramm in die Wege. Dieses sieht eine Reduzierung der Belegschaft um 7 Prozent vor – bei 11.000 Mitarbeitern, die Symantec laut seiner Website beschäftigt, also wahrscheinlich um etwa 800 Stellen. Dazu will man sich generell verschlanken und verschiedene Einrichtungen schließen, darunter lokale Büros und Rechenzentren.

Neben niedrigeren Kosten soll dadurch auch die Produktivität verbessert und die Komplexität im Unternehmen reduziert werden. Insgesamt will man 1,5 Milliarden Dollar an jährlichen Kosten einsparen – unter anderem in Zentralfunktionen wie Finance, Legal und HR, aber auch bei den IT-Ausgaben und Infrastruktur der Enterprise-Sparte, die nicht mehr benötigt wird. Die ist, wie die aktuellen Quartalszahlen zeigen, die parallel zu den Verkaufsabsichten verkündet wurden, deutlich schlechter aufgestellt als die Consumer-Sparte.

So erreichte Symantec in seinem ersten Fiskalquartal 2020, das bis Anfang Juli lief, einen Umsatz von 1,247 Milliarden Dollar. 51 Prozent davon entfielen auf das Consumer-Portfolio rund um die Norton- und Lifelock-Produkte, das 79 Prozent des operativen Gewinns erwirtschaftet. Die Enterprise-Lösungen zeichneten zwar für 49 Prozent des Umsatzes verantwortlich, aber nur für 21 Prozent des operativen Gewinns.