IT-Sicherheit: Symantec kauft Security-Sparte von Verisign

Die Produktsparte Identity-Management und Authentifizierung von Verisign verleibt sich Symantec ein. Damit verstärkt sich Symantec auf Feldern wie Identity-Management und Authentifizierung.

Tief in die Tasche gegriffen hat Symantec, um sich Verisigns Security-Business zu sichern. Gut 1,28 Milliarden Dollar kostet die Übernahme des Großteils des Geschäfts von Verisign.

Auch die Lösung für Mobile Authentication von Verisign wandert zu Symantec.

Das Unternehmen behält noch den Bereich iDefense Intelligence Security Services, der Unternehmen und Service-Provider über Cybergefahren informiert. Auch der Handel mit Internet-Domains bleibt bei Verisign.

Die Kronjuwelen gehen dagegen an Symantec: die Zertifikatsservices auf Basis von SSL (Secure-Socket-Layer-Protokoll), die PKI-Dienste (Public Key Infrastructure) sowie die Trust-Services und Dienstleistungen in den Bereichen Authentifizierung und Identitätsschutz (Identity Protection).

Symantec will mit den Bausteinen, die Verisign liefert, sein Sicherheits-Framework komplettieren. Es besteht aus folgenden Elementen:

  • Identitätssicherheit (Identity Security),
  • Schutz von mobilen Geräten und Rechnern,
  • Absichern von Informationsbeständen gegen Verlust, Diebstahl und Manipulation,
  • Cloud-Security, sprich den Schutz von Cloud-Computing-Umgebungen und den darin befindlichen Daten sowie
  • Kontext und Relevanz: Darunter versteht Symantec Verfahren, mit denen sich für jedermann die »richtigen« Informationen bereitstellen lassen. Das erfolgt abhängig von der aktuellen Rolle des Betreffenden, etwa als Unternehmensmitarbeiter oder Privatmann.

Interessant werden dürfte, wie Symantec die Geschäftsbereiche von Verisign mit denen von PGP, ebenfalls einer Neuerwerbung, unter einen Hut bringen wird. Auch PGP ist im PKI-Geschäft tätig.