Garantiefälle werden übernommen: Hoffnung für insolvente Chips and More

Hohe Entwicklungskosten im Eigenmarkenbereich hätten beim Distributor Chips and More zur Insolvenz geführt. Der Firmengründer und der Insolvenzverwalter schätzen die Aussichten für eine Rettung jedoch positiv ein.

Der Distributor Chips and More hat vergangene Woche beim zuständigen Amtsgericht in Freiburg Insolvenz angemeldet. „Das war ein notwendiger Schritt”, erklärt dazu der Geschäftsführer und Unternehmensgründer Jörg Gröpper. Als Grund für die Insolvenz nennt der Firmenchef hohe Entwicklungskosten im Eigenmarkenbereich: „Die hohen Investments, unter anderem bei der Entwicklung unseres eigenen Android-Betriebssystems, haben eine Kapitallücke geschaffen.”

Die Chips and More GmbH wurde 1998 als Spezialdistributor für Speicherlösungen gegründet und hat auch eigene Brands „CnMemory“ und „i.onik“ angeboten. Der Firmenchef betont, man habe sich mit diesen Marken bereits gut im Markt positioniert: Mit Verweis auf eine GfK-Studie sieht Gröpper die hauseigenen Tablets sogar auf Platz drei im deutschen Markt hinter Apple und Samsung. Das Distributionssortiment umfasste Speicherprodukte für Digitalkameras, PCs und Notebooks, Handys und MP3-Player. Der Speicherspezialist adressierte nach eigenen Angaben vor allem Retailer und Handelsketten.

(Bild: Fotolia/Gina Sanders)

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