Neue Flüssigkühlung von 3M: Boston schickt Server auf Tauchstation

Ein innovatives Flüssig-Kühlverfahren hilft Rechenzentren beim Stromsparen. Bei der von 3M entwickelten Zwei-Phasen-Kühlung wird der Server in einem Tauchbad versenkt.

Cooling-Spezialist Phil Tuma, 3M USA, erläutert das offene 2-Phasen Kühlsystem (Bild: 3M/Boston)

Wachsender Datenbedarf und steigende Strompreise lassen die Kühlung von Rechenzentren zunehmend zum Problem werden. Das Technologieunternehmen 3M und der Systemanbieter Boston Server & Storage Solutions haben für dieses Problem eine innovative Lösung gefunden. Bei einer Fachtagung in Neuss haben beide ihr neues Flüssig-Kühlverfahren vorgestellt, mit dem bis zu 97 Prozent der Stromkosten eingespart werden können.

Wie das funktioniert wurde mit einem speziell entwickelten Demonstrationsaufbau demonstriert. Dabei wurde ein funktionierender Rechenserver in einer Kühlflüssigkeit versenkt, die wie Wasser aussieht, aber keines ist. Die clevere Lösung besteht in einer offenen Zwei-Phasen-Kühlung, bei der sich die zu kühlenden Server permanent in einem Tauchbad befinden. Dieses ist mit der von 3M entwickelten »Novec«-Hightech-Flüssigkeit gefüllt. Diese Kühlflüssigkeit leitet keinen Strom und verursacht bei den Bauteilen keine Korrosion. Im Gegensatz zu anderen Flüssigkühlverfahren muss der Kühlbehälter nicht hermetisch verschlossen werden, so dass der IT Administrator jederzeit und problemlos Zugriff auf die Server hat und diese im laufenden Betrieb tauschen kann.

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