230.000 Mitarbeiter betroffen: Metro plant Aufspaltung

Mit Metro macht sich der nächste Konzernriese an die eigene Aufspaltung. Cash & Carry sowie Real sollen ausgegliedert, Media-Saturn zum Kern der heutigen Metro AG werden.

Paukenschlag bei MSH-Mutter Metro. Wie der Konzern mitteilte, plant man die eigene Aufspaltung in zwei eigenständige Teile. Sowohl das Großhandelsgeschäft Cash & Carry als auch der Lebensmittelhändler Real sollen in eine eigene Gesellschaft übertragen werden. Die Leitung der neuen Gesellschaft fällt dem bisherigen Metro-Chef Olaf Koch zu. Den Kern der bisherigen Metro AG würde dann Media-Saturn bilden. Konsequenterweise planen die Düsseldorfer dann mit Media-Saturn-Chef Pieter Haas als Chef der neuen Metro.

»Wir begrüßen den Plan der Metro, zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen zu bilden, außerordentlich. Seine Umsetzung würde für unser Consumer Electronics Geschäft klare und deutliche Vorteile bedeuten. Wir hätten künftig eine Mehrheitsgesellschafterin, die sich ausschließlich auf unsere Branche konzentriert und wir wären der Kern ihrer Aktivitäten. Wir sehen großes Potenzial, dass die so geschaffene Consumer Electronics Gruppe verstärkt in Zukunftsthemen investieren und damit den Wert der gesamten Gruppe für unsere Kunden, Partner und Gesellschafter sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigern wird«, erklärt Haas in einem ersten Statement.

Metro beschäftigt weltweit 230.000 Mitarbeiter, die von der Aufspaltung betroffen sind. Allerdings ist eine endgültige Entscheidung in Düsseldorf noch nicht gefallen. Die Prüfungen liefen noch. Stimmen alle Beteiligten dem Vorhaben zu, könnte die Aufspaltung schon 2017 über die Bühne gehen. In einer ersten Reaktion zog der Aktienkurs des Konzerns im MDax um rund sechs Prozent an.

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Antwort von Klaus Mehl , 08:54 Uhr