Nachhaltiges Wachstum durch frugale Innovation: Alltagstaugliche Produkte statt Statussymbole

Kosten und Nutzen optimieren, Komplexität reduzieren: Beim Thema »frugale Innovation« geht es nicht um bahnbrechende Neuheiten, sondern um optimierte, bedarfsgerechte Produkte mit denen IT-Unternehmen neue Märkte und Kundengruppen erschließen können.

Das Produkt völlig neu denken

Natürlich fahren viele Unternehmen bereits eine Zwei-Marken-Strategie mit einem hochpreisigen Produkt für den Premiummarkt und einer Variante mit reduzierten Funktionen für den Massenmarkt. Um jedoch tatsächlich eine frugale Innovation zu schaffen, müssen Hersteller ihre ursprünglichen Produkte infrage stellen und auf neue Kundensegmente und lokale Märkte anpassen. Es reicht daher nicht aus, das Produkt einfach um Funktionen zu reduzieren oder billiger zu produzieren. Unternehmen wie der Handyhersteller Emporia versetzen sich genau in ihre Kunden – Senioren – hinein und entwickeln ein Produkt, das sich völlig an deren Wünschen und Marktbedürfnissen orientiert.

Um von frugalen Innovationen zu profitieren, sollten auch ITK-Unternehmen drei wichtige Grundregeln beachten:

1. Frugale Innovationen dürfen nicht erst am bestehenden Produkt ansetzen, sondern müssen bereits bei der Entwicklung mitgedacht werden.

2. Unternehmen sollten die Bedürfnisse ihrer Kunden im Detail kennen – dafür braucht es teamfähige Querdenker, die sich in aktuelle und potenzielle Kunden hineinversetzen können.

3. Das Verständnis von Wettbewerbern und deren Produkten sowie von Markttrends und-entwicklungen ist entscheidend für den Markterfolg.