Schlechte Noten für digitale Bildung: Nur in jeder dritten Schule durchgängig Zugang zu Internet

In vielen deutschen Klassenzimmern können Lehrer kein Internet einsetzen. Oft müssen die Schüler auch ihre eigenen Geräte mitbringen, wenn der Unterricht digital sein soll.

Lehrer als Admin-Autodidakten

An 19 Prozent der Schulen verfügen der Umfrage zufolge alle Lehrer über einen dienstlichen PC. 47 Prozent der Schulleitungen sagen, alle Lehrer hätten eine dienstliche Mailadresse - 34 Prozent aber sagen, keiner der Lehrer verfüge darüber. Um Sicherheit, Stabilität und Aktualisierung der IT-Ausstattung kümmern sich an 62 Prozent der Schulen Lehrer, an 59 Prozent IT-Fachpersonal und nur an 4 Prozent der Schulen externe Dienstleister. Beckmann kritisierte, sich um die Technik zu kümmern, sei nicht Aufgabe der Lehrer.

Die nötigen Kenntnisse für digitalen Unterricht haben sich an 72 Prozent der Schulen die Pädagogen selbst angeeignet, zu 65 Prozent halfen Fort- und Weiterbildungen, zu 58 Prozent auch Kollegen.

Derzeit laufen in den Ländern die Vorbereitungen für eine schrittweise flächendeckende Digitalisierung der Schulen im Rahmen des Digitalpakts Schule. Vom Bund werden innerhalb der nächsten fünf Jahre fünf Milliarden Euro investiert. Finanziert werden sollen mit den Bundesmitteln unter anderem die Vernetzung in Schulgebäuden, schulisches WLAN, Lernplattformen, interaktive Tafeln, Displays sowie Laptops und Notebooks.

FDP-Fraktionsvize Katja Suding sagte, es sei zwar wichtig, dass der Digitalpakt komme. Aber die Schulen hätten noch keine Lernsoftware, keine IT-Administratoren und keine klaren Regeln zum Datenschutz. Insofern sei eine Neuauflage in Form eines Digitalpakt 2.0 nötig.

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