High Performance Computing: HPE übernimmt Cray

Für 1,3 Milliarden Dollar schnappt sich Hewlett Packard Enterprise den Supercomputer-Hersteller Cray, um sich besser für KI, Machine Learning und Big Data Analytics aufzustellen.

Cray-Supercomputer »Piz Daint« am Swiss National Supercomputing Centre (CSCS)
(Foto: Swiss National Supercomputing Centre)

Hewlett Packard Enterprise hat angekündigt, den Supercomputing-Spezialisten Cray übernehmen zu wollen. Man bietet 35 Dollar pro Aktie, insgesamt 1,3 Milliarden Dollar. Abgeschlossen werden soll der Kauf, dem noch die Behörden zustimmen müssen, bis zum ersten Quartal des kommenden HPE-Geschäftsjahres, das im November beginnt.

Mit der Übernahme will sich HPE besser für das wachstumsstarke Geschäft mit KI, Machine Learning und Big Data Analytics aufstellen, das man vor drei Jahren bereits mit SGI verstärkte. »Die Antworten auf einige der drängendsten Fragen unserer Gesellschaft sind in riesigen Datenmengen verborgen«, so HPE-CEO Antonio Neri. Nur durch die Verarbeitung und Analyse dieser Daten sei es möglich, Herausforderungen wie den Klimawandel oder in der Medizin zu meistern.

HPE zufolge wird der Markt für High-Performance Computing von 28 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf 35 Milliarden Dollar im Jahr 2021 anwachsen. Mit HPE und Cray schaffe man den Marktführer für die Zukunft von Supercomputing und KI, zeigt sich Cray-CEO Peter Ungaro überzeugt.

Cray wurde 1972 gegründet und hat etwa 1.300 Mitarbeiter. Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 16 Prozent auf 456 Millionen Dollar, schreibt aber schon länger rote Zahlen. Im ersten Quartal dieses Jahres lag das Minus bei 29 Millionen Dollar und fiel damit sogar noch etwas größer aus als im Vorjahreszeitraum.