Marge machen mit Monitoren und Komponenten: Nachfrage-Boom bei Gaming-Hardware

Der Gaming-Boom bringt dem Handel insbesondere im Hardware-Bereich ein ordentliches Umsatzwachstum. Neben Laptops und Komponenten sind insbesondere Curved-Monitore derzeit ein lohnenswerter Verkaufsschlager.

Der Boom bei Spielen bescheret dem Fachhandel gute Hardware-Umsätze
(Foto: Dario Lo Presti - Fotolia)

Der große Zuspruch für die Gamescom belegt eindrücklich, was die Zahlen der Marktforscher schon länger nahelegen: Gaming ist voll im Trend und erreicht immer größere Teile der Bevölkerung. Davon profitiert auch der Fachhandel – sowohl im Bereich Software, insbesondere aber beim Verkauf passender Gaming-Hardware. Laut aktuellen Zahlen der GfK ist der damit weltweit generierte Umsatz im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf über 6,1 Milliarden Dollar (5,5 Mrd. Euro) gewachsen. Dabei wurde der starke Markt in Nordamerika hier noch nicht mit einberechnet.

Besonders stark ist laut den Marktforschern die Nachfrage nach Gaming-Monitoren gestiegen, auf die mit 1,2 Milliarden US-Dollar fast ein Fünftel des Gesamtumsatzes entfiel. Das bedeutet ein sattes Plus von 42 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Getrieben wird dieses Wachstum vor allem durch die Curved-Monitore. Immer mehr Gamer wollen von der verbesserten Immersion durch die gebogenen Displays profitieren und wechseln ihre alten Geräte gegen diese neue Generation aus. Demensprechend stieg der Absatz von Curved-Displays sogar um 61 Prozent. Aber auch klassische Gaming-Monitore sind weiterhin stark nachgefragt und konnten um fast ein Drittel zulegen.

Rein technisch betrachtet ist das wichtigste Kriterium für die Kunden eine hohe Bildwiederholrate. Bei Monitoren die es auf 100 Hz oder mehr bringen, lag das Absatzplus bei 70 Prozent, während es bei Modellen unterhalb dieser Schwelle bei 24 Prozent lag. Mindestens ebenso erfreulich für die Reseller: Die Kunden sind bereit, für die gewünschten Leistungswerte und Features ordentlich in die Tasche zu greifen. Laut den Zahlen der GfK geben die Kunden für Gaming-Monitore im Durchschnitt rund 160 Prozent mehr aus als für klassische Displays.

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