Neue »Token«-Technik: Visa plant Verschlüsselung beim Mobile Payment

Visa will das Bezahlen per Smartphone attraktiver machen und setzt dabei auf Verschlüsselung. Nur noch die Bank selbst soll dann ihren Kunden identifizieren können.

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Visa will das mobile Bezahlen stärken und versucht, beim Verbraucher mit einer neuartigen Verschlüsselung zu punkten. Ab dem zweiten Quartal will der Finanzdienstleister die sogenannte Token-Technologie einführen, wie Visa Deutschland-Chef Ottmar Bloching am Dienstag in Frankfurt ankündigte. Mit der neuen Technik sollen die Originaldaten des Karteninhabers so verschlüsselt werden, dass nur noch die Bank den Kunden eindeutig identifizieren kann.

Der Händler dagegen soll nur noch die »Token«-Nummer zur Abrechnung des Einkaufs erhalten. Bis dato werden auch dem Händler immer die kompletten Kartendaten übermittelt. Gleichzeitig sollen sich die Token-Nummern einschränken lassen, so dass bestimmte Nummern nur bei gewissen Gerätekategorien oder gar Händlern funktionieren. Es gehe darum, Bequemlichkeit und Sicherheit unter einen Hut zu bekommen, so Bloching.

Die Kreditkartenanbieter versuchen, für Handelswelt von morgen eigene digitale Wallet-Lösungen voranzubringen. Im Juli letzten Jahres kündigte Visa an, allein in Europa 200 Millionen in digitale Wallet-Services investieren zu wollen. »V.me« heißt die digitale Geldbörse von Visa und wird aktuell in Deutschland von drei Banken angeboten, vier weitere sollen bald folgen.