SaaS-Angebote legen zu: Infor auf Expansionskurs

Der ERP-Hersteller Infor berichtet von rasch wachsenden Geschäften in der Cloud, an denen Partner wesentlichen Anteil haben. Eine Akquisition eines B2B-Netzwerks soll die Position bei SCM stärken.

Branchenspezifische Cloud-Anwendungen

Fortlaufend aktualisiert werden inzwischen Angebote der Produktlinie Infor CloudSuite. Solche SaaS-Applikationen sind für die Branchen Luft- und Raumfahrt, Automobil- und Maschinenbau, Handel, Gebäudeverwaltung, Bekleidung, Lebensmittel, Gesundheit, Gastronomie und Hotellerie sowie Behörden verfügbar. Im August auf den Markt gekommen ist ein Upgrade der Infor CloudSuite Industrial Enterprise für die Fertigungsindustrie, die ERP-, CRM- und SCM-Funktionen umfasst. Die neue Version bietet außerdem Funktionen für Business Intelligence und Financial Performance Management sowie Dokumentenmanagement und Archivierung. Im Asset Management sollen sich nun ungeplante Ausfälle von Maschinen verhindern lassen. Im Portfolio ist seit dem abgelaufenen Geschäftsjahr außerdem die Infor CloudSuite Business, ein ERP-Paket mit Finanz-, HR- und CRM-Funktionen für Unternehmen mittlerer Größe.

Bereitgestellt werden die SaaS-Anwendungen von Infor in der Cloud von Amazon Web Services (AWS), dem weltweiten Marktführer bei Infrastructure as a Service (IaaS). Unternehmen können sie nach Bedarf zur Miete nutzen und müssen sie nicht kaufen, selbst implementieren und betreiben.

»Bevor jedoch Kunden beschließen können, in die Cloud zu migrieren, sind Analysen vonnöten«, betont Guido Herres, Director Business Consulting bei der deutschen Infor-Tochter, gegenüber CRN. Berater spielen seiner Meinung nach daher auch im Cloud-Zeitalter eine wichtige Rolle: »Sie verfügen über das nötige Know-how: etwa darüber, wie bestimmte Prozesse ablaufen, oder welche Anforderungen gerade in der Branche bestehen.« Seit Mitte diesen Jahres vergibt Infor über sein Partnernetzwerk branchenspezifische Auszeichnungen, über die Kunden erkennen können, welche Partner im Hinblick auf ihre Anforderungen besonders qualifiziert sind. Der Channel ist auch bei Hybrid-Lösungen gefragt, die teils in der Cloud, teils aber auch im Rechenzentrum des Anwenderunternehmens laufen und dort Implementierungsaufwand erfordern.

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