Eve Online wird wieder spannend: Digitaler »Weltkrieg« erschüttert Online-Universum

Nachdem sich die Aufteilung des Universums im Online-Rollenspiel Eve Online in den letzten Jahren immer fester zementiert hatte, erschüttert jetzt eine Art »Weltkrieg« aller wichtigen Parteien mit über hunderttausend beteiligten Spielern das alte Machtgefüge.

Der Krieg in Eve Online verspricht den Spielern Massenschlachten in einer neuen Dimension und Regelmäßigkeit (Foto: Screenshot CRN)

Als die damals noch kleine und unbekannte Spieleschmiede CCP Games aus dem beschaulichen Island 2003 mit dem MMORPG-Weltraumepos »Eve Online« erstmals an die Öffentlichkeit trat, konnte noch keiner absehen, wohin es den Publisher und seine Kunden dereinst bringen könnte. 13 Jahre später lebt das Spiel noch immer und erfreut sich weltweiter Bekannt- und Beliebtheit bei mehreren hunderttausend Abonnenten aus der ganzen Welt. Die wohl wichtigste Grundlage dieses Erfolgs ist die Idee, den Spielern lediglich die Rahmenbedingungen des Universums vorzugeben, ihnen bei der Erfüllung mit Leben und Spielgeschehen (»Content«) allerdings weitgehend freie Hand zu lassen. Dass diese Idee auf den unwägbaren Faktor Mensch zu setzen eine enorme Langzeitmotivation schafft, zeigt sich auch daran, dass Eve vor allem bei älteren Gamern viel Anklang findet, von denen nicht wenige bereits seit über zehn Jahren mit Begeisterung dabei sind – obwohl die meisten von ihnen inzwischen längst geheiratet und eigene Kinder gezeugt haben, die bald ebenfalls schon ins spielfähige Alter kommen. Da zudem alle Spieler auf einem gemeinsamen Server unterwegs sind, verfügt CCP inzwischen über eine Serverlandschaft, die so manchen IT-Verantwortliche mehr als neidisch machen dürfte.

In diesem großen Sandkasten voller menschlicher Anwandlungen und auch Abgründe gilt schon immer und ausschließlich das Recht des Stärkeren. Und dieser Stärkere war in den letzten Jahren eindeutig die einst unter dem Banner der »CFC« vereinte und inzwischen in das »Imperium« umbenannte Koalition unter der maßgeblichen Führung des berühmt berüchtigten »Goonswarm«. Diese Machtposition und die unkonventionelle Spielweise haben den »Goons« und ihrem König »The Mittani« eine besondere Hassliebe der Spieler eingebracht. Wer mit ihnen fliegt, genießt für gewöhnlich die Sonnenseite des Universums, wer von ihrer erdrückenden Masse und taktischen Raffinesse erschlagen wird, entwickelt schnell einen gewissen Groll.

Soweit so gut – oder schlecht – also. Doch das Imperium wäre nicht das Imperium, hätte es nicht noch immer eine große Überraschung als Ass im Ärmel. Denn nachdem man das Spiel mit dieser unangreifbaren und unbesiegbaren Alleinstellung quasi gewonnen hatte, wurde es dem Giganten jetzt selbst etwas zu langweilig. Nachdem von den anderen Parteien jahrelang ohne konkrete Schritte oder gar Erfolge darüber spekuliert wurde, ob man gemeinsam eine Chance gegen Mittanis Schergen hätte, will es das Imperium jetzt selbst endlich wissen und lässt es darauf ankommen. Mit geschickter Diplomatie und bei den anderen Gruppierungen eingeschleusten Marionetten wurde dafür gesorgt, dass die anderen Parteien das Gedankenspiel endlich wahr werden lassen und sich gegen den großen Feind verbünden. Damit ist jetzt ein virtueller Krieg ausgebrochen, der wohl alles bisher Dagewesene an spielerischen Konflikten in den Schatten stellt.

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Kommentare (6) Alle Kommentare

Antwort von Sebbo , 22:24 Uhr

Was fuer ein lächerlicher Artikel.

Antwort von Imperator Elias 123 , 16:35 Uhr

Als leitendes Mitglied des Goonperiums muss ich den Vorrednern widersprechen: Die (nüchternen) Quellen des Autors haben - im Gegensatz zu einigen Lesern - offenbar direkten Zugang zu den geheimen Strategieplänen des Imperiums ("Spy!"). Daher wissen sie schon jetzt genau wie der Krieg ausgehen wird, wenn erst der große diplomatische Keil, der derzeit im Nordwesten unter persönlicher Aufsicht von The Mittani in einem gut versteckten CSAA geschmiedet wird, zwischen die unendlich vielen und sehr heterogenen Parteien des aufgeregten Hühnerhaufens der "Moneybadger-Koalition" getrieben sein wird (analog den ersten zwei großen Kriegen gegen Goonswarm/CFC).

Das Einzige was an diesem langfristig angelegten Plan bisher nicht funktioniert hat, waren die stetigen unerwarteten Verspätungen der Angreifer zu eigentlich fest eingeplanten Systemübergaben (inklusive des Totalversagens der Pro-PVPler von „Bovril“ beim Campieren in ihren alten Territorien in Tenal). Dadurch liegen die SOV-Kosten des Imperiums aktuell noch etwas über Plan. Aber eigentlich sollte all das (inklusive der Namensänderungen einiger Söldnertruppen erst in einem gesonderten State oft he Goonion nach dem 1. April veröffentlicht werden… ;-)

#TheImperiumStrikesBack

Antwort von Seraph , 22:26 Uhr

Hallo.

Ich denke, das hier ist eine seriöse Website, die normalerweie seriösen Content zu den dargestellten Themen bringt. Ich weiß nicht inwiefern der Verfasser dieses Artikels sich mit EVE Online auskennt und welche Quellen in diesen Artikel geflossen sind. Jedoch möchte ich bemängeln, dass außer den bisherigen Machtverhältnissen kaum etwas in diesem Artikel unvoreingenommen dargestellt wird. Habt ihr einen betrunkenen Goonswarm-Spieler interviewt und für die zweite Seite des Artikels einfach blind getippt was der sagt?

Das ist ja wohl kein Spielejournalismus sondern Propaganda des Imperiums!