Jamf profitiert vom Apple-Boom: »Können uns vor Arbeit kaum retten«

Apple-Produkte werden in Unternehmen immer beliebter. Jamf Software bietet mit seiner Management-Lösung »Casper« die Möglichkeit, die Geräte in die Firmen-Infrastruktur zu integrieren und zu verwalten. Das Geschäft boomt. In Deutschland sucht der Software-Hersteller händeringend nach Partnern.

Josef Holub ist Regional Sales Manager Central Europe bei Jamf Software

Ist der Höhenflug von Apple mittlerweile beendet? Diese Frage beantwortet Josef Holub, Regional Sales Manager Central Europe bei Jamf Software, mit einem klaren Nein. Ganz im Gegenteil stellt er fest, dass immer mehr Unternehmen auf Apple setzen. Dies liegt seiner Meinung nach daran, dass viele Mitarbeiter privat die Produkte aus Cupertino nutzen und diese auch bei der Arbeit nicht missen wollen. Auch würden weniger Support-Anfragen sowie der höhere Wert der Hardware nach einer dreijährigen Nutzung den hohen Einkaufspreis wieder kompensieren und so den Einsatz von Apple für Firmen lukrativer machen.

Zusätzlich tragen die technologischen Partnerschaften zwischen Apple, Cisco und IBM allmählich Früchte. »Das erleichtert den IT-Abteilungen die Integration und ermöglicht Jamf zusätzliches Geschäft«, erklärt Holub. Das 2002 in den USA gegründete Unternehmen hat sich mit seiner Softwareplattform »Casper« auf das Management von Apple-Geräten spezialisiert. Die Lösung erlaubt es, die verwendeten Macs und iPads zu verwalten und zu steuern. So können darüber unter anderem Verwaltungsaufgaben automatisiert und Software sowie spezifische Einstellungen für bestimmte User-Gruppen dezentral ausgerollt werden.

In Deutschland arbeitet Jamf derzeit noch mit einer kleinen Anzahl von Partnern zusammen. Mit Bechtle, Cancom und Computacenter befinden sich neben einigen kleineren aber auch drei große Systemhäuser darunter. Die Zahl der Partner will Holub steigern: »Wir können uns vor Arbeit kaum retten«, erklärt der Manager. Neue Partner würden nicht nur eine Lizenz verkaufen, sondern auch den kompletten Integrationsprozess begleiten. Im Nachgang bestehe zudem die Möglichkeit, ein Dienstleistungsgeschäft aufzubauen. So lassen sich beispielsweise ein Ticketing-System auf der Plattform integrieren und über die API-Schnittstelle andere externe Dienste andocken.

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