CRN-TV mit Alex Fürst von Rackspace: »Der deutsche Mittelstand liebt Offenheit und hasst Vendor Lock-in«

Im Gespräch mit CRN-TV berichtet Alex Fürst, Vice President Sales DACH bei Rackspace, vom Deutschlandstart und den ambitionierten Zielen des Managed Cloud-Providers – und den Schwierigkeiten beim Aufbau eines Channels.

Alex Fürst, Vice President Sales DACH bei Rackspace
(Foto: CRN)

Seit dem vergangenen Sommer ist Rackspace mit einem lokalen Team in Deutschland vertreten – zuvor hatte der Managed Cloud-Provider versucht, den hiesigen Markt von Großbritannien aus mitzubetreuen. Das habe aber nicht richtig funktioniert, sagt Deutschlandchef Alex Fürst bei CRN-TV. Da die Cloud jedoch gerade erst in Deutschland ankäme, sei man nicht zu spät dran: »Wir sind genau zur richtigen Zeit am richtigen Fleck mit den richtigen Managed Services.«

Zwar gebe es eine gewisse Zurückhaltung bei der Cloud, doch viele Firmen würden jetzt starten, berichtet Fürst: »Deutsche Unternehmen springen nicht auf jeden Zug auf und wollen erst wissen, dass es funktioniert. Zudem liebt der deutsche Mittelstand Offenheit und hasst Vendor Lock-in.« Rackspace als Anbieter von Managed Services für AWS, Microsoft und neuerdings auch Google sieht er daher gut positioniert. Auch mit dem deutschen Rechenzentrum, das in Kürze öffnen soll, allerdings vornehmlich von amerikanischen und britischen Kunden gefordert wurde, die nach dem Brexit-Votum eine Alternative zum UK-Rechenzentrum wollten.

In Deutschland beginnt Rackspace gerade mit dem Aufbau eines Channels, Schwierigkeiten sieht Fürst allerdings noch im Go to Market. Man müsse klären, welche Partner man brauche und wie man mit diesen Kunden anspreche. Zudem müsse man ihnen die Angst nehmen, dass sie ihre Kunden an den Managed Service Provider verlieren. In den nächsten Monaten will Fürst das allerdings geklärt haben und dann mit Rackspace in Deutschland durchstarten: Bis 2020 soll der Umsatz auf 100 Millionen Euro vervierfacht werden. »Das hört sich vielleicht ein bisschen aggressiv an, aber unsere britischen Kollegen machen 500 Millionen und ich wüsste nicht, warum wir das nicht auch schaffen sollten.«