Surface und Microsoft 365: Modern Workplace à la Microsoft

Die digitale Transformation verändert zunehmend die Anforderungen an den modernen Arbeitsplatz in Unternehmen.

Robin Wittland, Leiter Geschäftsbereich Windows & Devices bei Microsoft Deutschland
(Foto: CRN)

Ein moderner Arbeitsplatz definiere sich über aktuelle Technologie mit aktuellen Softwareprodukten und einem aktuellem Management, so Robin Wittland, Leiter Geschäftsbereich Windows & Devices bei Microsoft Deutschland, im Gespräch mit CRN. Die Kernelemente eines Modern Workplace sind aus Microsoft-Perspektive im Wesentlichen ein Surface und Windows 10 – möglicherweise in der Enterprise-Variante mit den damit verbundenen Sicherheitskomponenten – zusammen mit Office Pro Plus als Deployment. Das entsprechende Bündel heißt Microsoft 365 Enterprise E3 oder E5, für mittelständische Unternehmen gibt es die Business-Variante. »Diese Komponenten sind das Microsoft 365 Power Device, also die Plattform, auf der ein modernes Arbeitsumfeld betrieben werden kann«, betont Wittland.

Microsoft 365 Business sei ein neues Produkt mit einer eigenen GUI, in der Security Settings einfach administrierbar sein sollen. »Für die Partner war es früher toll, den Small Business Server verkaufen zu können. Sie bekamen ein Feature Set, das normalerweise nur Großkunden bekommen haben, mit einer einfachen Oberfläche«, führt Wittland aus. Mit Microsoft 365 Business habe man ein Paket, das im Grunde das Gleiche enthalte. »Man hat Exchange, zwar in der Cloud und nicht On Prem, und man hat ein Sharepoint, in der Cloud und nicht On Prem, aber man hat auch diese einfache Oberfläche, mit der ein kleines Systemhaus oder ein mittelständisches Unternehmen seine User in seiner Umgebung einfach über Regler und Group Policies administrieren kann.«

Für Partner im MSP-Bereich gebe es die Option, diesen Arbeitsplatz anzubieten als Workplace as a Service, bestehend aus Software as a Service, Device as a Service – vielleicht sogar Surface as a Service – in Kombination mit Services wie Ticketing, Monitoring und Remote Access. »Partner verkaufen so nicht mehr das Produkt, den PC für 499 Euro, sondern sagen ihren Kunden ›Ich biete dir den modernen Arbeitsplatz als Leistung und sorge für aktuelle Software, damit du produktiv arbeiten kannst‹.« Die Herausforderung für Partner bestehe darin, Bedürfnisse und Nutzen zu verkaufen, nicht das Produkt. Der technologische Fortschritt im Privaten führe zudem auch zu einer veränderten Erwartungshaltung im Beruflichen. Arbeitnehmer wünschten sich mehr Autonomie bei den Themen wie sie arbeiten, wann sie arbeiten und wo sie arbeiten. Moderne Arbeitsplätze, die mobile Arbeitsweisen unterstützen, würden so immer mehr zum Schlüsselargument beim »War for Talents«.

»Das transaktionale Geschäft ist undankbar. Wir helfen den Partnern, zum MSP zu werden«, so Wittland weiter. Dazu sei eine strukturierte Auswahl nötig, was man anbiete, und der Partner müsse Fragen beantworten können wie ›Wie viel Zeit investiere ich pro Kunde pro Produkt‹. »Es kommt ganz anders rüber wenn du sagst ›Ich biete Arbeitsplätze an als Workplace as a Service‹ als ›Ich bin ein EDV-Systemhaus und habe von Server bis Thin Clients, PCs und Notebooks alles im Angebot‹.« Das hin und wieder aufkeimende Gerücht, dass das Surface ein auslaufendes Modell sei, dementiert Wittland erneut: »Das ist Quatsch.«