Mehr Wettbewerb auf der Straße: VW-Fahrdienst Moia in Hamburg gestartet

Im Hamburger Nahverkehr gibt es ein weiteres Angebot: Die gold-schwarzen Transporter von Moia. Der Fahrdienst sieht sich nicht als »Verdränger« im Wettbewerb.

Mit MOIA will nun auch VW Mobilität zum Service machen
(Foto: MOIA)

Jetzt gilt's: Das Sammeltaxi Moia hat am Montag in Hamburg seinen regulären Betrieb aufgenommen. Geschäftsführer Robert Henrich sprach von einem »Meilenstein« für das Unternehmen, einem wichtigen Beitrag zur Energiewende sowie einem »Zugewinn an Flexibilität« für Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Mehr als 100.000 Interessenten hätten sich über die App für das Buchen der Kleinbusse in Hamburg und in Hannover registriert, teilte Henrich mit. Das sagt aber noch nichts darüber aus, wie oft das Sammeltaxi tatsächlich genutzt wird. In der Hansestadt sind zunächst 100 elektrisch angetriebene Kleinbusse unterwegs, in Hannover fahren schon seit längerem benzingetriebene Transporter.

Die App teilt einem Fahrgast neben dem Fahrpreis den nächstgelegenen Haltepunkt für das sechssitzige Sammeltaxi mit. Während der Fahrt können andere Passagiere aus- und zusteigen, die eine ähnliche Strecke zurücklegen wollen. »Dadurch erhöhen wir die Effizienz des Straßenverkehrs«, sagte Henrich.

Der Fahrpreis soll im Durchschnitt bei sechs bis sieben Euro je Fahrt liegen - auch etwa zum Flughafen, wie das Unternehmen berichtete. Moia will an Werktagen von 5 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts fahren, an Wochenenden und Feiertagen länger. Bis zum Ende des Jahres sollen rund 500 Moia-Fahrzeuge auf Hamburger Straßen unterwegs sein. Entsprechend soll die Zahl der Fahrer von 400 auf 1.000 aufgestockt werden. Von den Angestellten wurden laut Moia rund 120 vom Arbeitsamt vermittelt. Dabei ist auch May Kähler, die jüngst noch Händlerin im dicht gemachten »Antik-Center« am Hauptbahnhof war. Neben der Freude am Fahren gab es für die 53-Jährige einen weiteren Beweggrund umzusatteln: »Die Idee ist spannend, das ist die Zukunft - voll innovativ.«

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