»Wettbewerbsrechtlich unbedenklich«: EU segnet Red-Hat-Übernahme durch IBM ab

Nach den amerikanischen haben auch die europäischen Wettbewerbshüter die Übernahme von Red Hat durch IBM ohne Auflagen genehmigt.

(Foto: Red Hat)

Die milliardenschwere Übernahme des Linux- und Cloud-Spezialisten Red Hat durch IBM hat eine weitere Hürde genommen. Die Europäische Kommission hat ihre Prüfung abgeschlossen und den Deal ohne Auflagen genehmigt. Das Vorhaben sei »wettbewerbsrechtlich unbedenklich«, so das Fazit der Wettbewerbshüter.

Sie kamen zum Schluss, das entstehende Unternehmen müsse sich »weiterhin gegen erhebliche Konkurrenz durch andere Marktteilnehmer auf allen potenziellen Märkten behaupten«. Daher sei auch nicht davon auszugehen, dass IBM die Interoperabilität der Red-Hat-Produkte einschränke, um Wettbewerber auszubremsen – vielmehr hänge der Erfolg von Red Hat erheblich von Neutralität ab.

Auch Einschränkungen beim Zugang zum Quellcode von Red Hat oder Einflussnahme auf bestimmte Open-Source-Projekte sind nach Einschätzung der EU nicht zu befürchten. Die hätten starke Gegenreaktionen der Community zufolge und würden sich damit negativ auf die Red-Hat-Produkte auswirken.

Stattdessen sieht die EU sogar die Chance, dass die Übernahme den Wettbewerb in manchen Bereichen stärkt. So könnte IBM etwa die Produkte von Red Hat nutzen, um neue offen Lösungen für Hybrid Clouds zu entwickeln – und auf diese Weise für eine größere Auswahl für Unternehmen sorgen, die Workloads zwischen Servern on-premises sowie verschiedenen Private und Public Clouds verschieben wollen.