Nach IBMs Mega-Übernahme von Red Hat: IBM und Red Hats Partnerprogramme bleiben getrennt

Nach der Übernahme von Red Hat durch IBM sollen die Channel der beiden Unternehmen ihre Eigenständigkeit behalten. Die Channel-Verantwortlichen beide Firmen betonen, dass die Partnerprogramme nicht zusammengelegt werden.

IBM-Chefin Ginni Rometty und James Whitehurst, CEO von Red Hat
(Foto: IBM)

Die Ende des vergangenen Jahres angebahnte, milliardenschwere Übernahme von Red Hat durch IBM ist abgeschlossen (CRN berichtete). Nach den amerikanischen haben vor kurzem auch die europäischen Wettbewerbshüter die Akquisition ohne Auflagen genehmigt.

Jetzt geht es für IBM darum, den Open-Source-Anbieter einzugliedern und dabei die Synergien so gut es geht auszuschöpfen. Was das für die Partner-Ökosysteme der beiden Unternehmen bedeutet, erläuterten die Channel-Verantwortlichen John Teltsch und Mark Enzweiler im Gespräch mit CRN.com. Beide machten dabei deutlich, dass die Partnerprogramme von IBM und Red Hat getrennt weitergeführt werden – auch wenn beide Firmen die gleiche Art von Dienstleistern und Lösungsanbietern ansprechen.

»Unser gemeinsames Ziel ist es, die weltweit besten Partner-Ökosystemprogramme zwischen unseren beiden Unternehmen aufzubauen«, betonte John Teltsch, General Manager für das Partner-Ökosystem von IBM. »Aber sie werden unabhängig und sehr unterschiedlich bleiben.« Beide Programme seien jedoch bereit, neue Partner zu begrüßen, die die Möglichkeit sehen, die Cloud-Architekturen ihrer Kunden in hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen zu entwickeln, so Teltsch.

Das Interesse der Partner scheint auf jeden Fall groß zu sein, und zwar auf beiden Seiten, wie die Manager bestätigen. Viele Partner würden sich derzeit die Angebote der anderen ansehen, berichtete Mark Enzweiler, Senior Vice President für den weltweiten Vertrieb und die Allianzen von Red Hat. Nachdem die Übernahme offiziell abgesegnet sei würden von den Red Hat-Partner viele die Hand heben, die IBM-Partner werden wollen. Und das sei erst der Anfang. »Ich denke, es werden noch viel mehr von ihnen kommen«, so Enzweiler.

Die Partner interessierten sich vor allem dafür, wie man sich bei IBM autorisieren und zertifizieren lässt, und ob es Angebote für ein schnelles Onboarding gibt. »Aber sie verlangen nicht nach einem einheitlichen Programm und es gibt auch keine Pläne, ein solches zu erstellen« stellte Enzweiler klar.