Mobile Computing: Tablet-Rechner: Freescale: Preisgünstige Tablet-PCs mit Android und Linux

Um die 200 Dollar sollen die Tablet-PCs kosten, für die der Chip-Hersteller Freescale ein Referenzdesign entwickelt hat. Als Betriebssystem stehen Android und Linux zur Wahl.

Es ist, als hätte Apple mit seinem iPad eine Lawine losgetreten. Allerorten melden IT-Firmen, dass auch einen Tablet-Rechner herausbringen werden. Zwei Beispiele: Hewlett-Packard will mit dem Slate noch im ersten Halbjahr einen vergleichbaren Rechnern vorstellen. Er soll unter Windows 7 laufen.

Microsoft-Chef Steve Ballmer präsentierte auf der CES den Prototypen eines HP Slate. Der Rechner verwendet Windows 7 als Betriebssystem.

Auch Dell steht in den Startlöchern: Auf der Consumer Electronics Show Anfang Januar in Las Vegas zeigte der Hersteller die Studie eines Tablet-Rechners. Das Gerät soll im Lauf des Jahres auf den Markt kommen. Es spricht private, aber auch professionelle Nutzer an, etwa in der Lagerhaltung, in Kliniken oder dem Logistikgewerbe.

Preis: maximal 200 Dollar

Nun wirft auch der Halbleiterhersteller Freescale Semiconductor, die ehemalige Chip-Sparte von Motorola, seinen Hut in den Ring. Die Firma hat das Referenzdesign eines »Smartbook« vorgestellt. Das Gerät ist mit einem 7-Zoll-Display ausgestattet und soll weniger als 200 Dollar kosten.

Das Smartbook von Freescale: Es soll weniger als 200 Dollar kosten - ein absoluter Kampfpreis.

Das Herzstück des Rechners ist ein i.MX515-Prozessor von Freescale, der wiederum auf dem Cortex-A8 von ARM aufsetzt. Auch der Audio-Chip und der Baustein, der die Stromversorgung regelt, stammen von Freescale.

Wie Apples iPad ist auch das Smartbook mit WLAN und Bluetooth ausgestattet. Auch ein 3G-Modem für die Kommunikation über High-Speed-Mobilfunknetze ist verfügbar, ebenso eine QWERTZ-Tastatur, die auf dem Touchscreen eingeblendet wird.

Als Betriebssysteme favorisiert Freescale Open-Source-Produkte: Linux, Android und Googles Chromium OS.

Technische Daten

Hier weitere technische Details des Designvorschlags von Freescale:

  • Größe und Gewicht: 200 x 128 x 14,9 mm und 376 Gramm;
  • Display: Touchscreen mit 7 Zoll Bildschirmdiagonale und einer Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten;
  • RAM: 512 MByte DDR2-Speicher;
  • Massenspeicher: 4 bis 64 GByte interner Speicherplatz; Erweiterung über Micro-SD-Karte;
  • Schnittstellen: USB 2.0 und USB-Mini, SIM-Karte, Audio (Ein- und Ausgang, Mikrofon);
  • Akku: 1900 mAh; Aufladen über USB-Mini-Port;
  • Besonderheiten: Beschleunigungsmesser und Sensor für automatische Anpassung der Display-Beleuchtung an das Umgebungslicht.

Erste Tablet-Rechner, die auf dem Referenzdesign basieren, sollen im Sommer auf den Markt kommen.

Sollte sich tatsächlich der Preis von rund 200 Dollar halten lassen, könnte sich das Smartbook durchaus ein ordentliches Stück vom Tablet-PC-Kuchen sichern. Zum Vergleich: Die preisgünstigste Version von Apples iPad, die ab Ende April verfügbar ist, kostet in den USA 449 Dollar.