Channel soll ausgebaut werden: Sage trennt sich von Produkten und will wachsen

Durch Konzentration auf Kernprodukte und intensivere Zusammenarbeit mit Vertriebs- und Implementierungspartnern will der ERP-Hersteller Sage künftig mehr Erfolg haben.

Die deutsche Sage-Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt. (Foto: Sage)

Nach Jahren mäßigen Wachstums will Sage, Anbieter betriebswirtschaftlicher Anwendungssoftware für Mittelständler, nun dynamischer vorankommen. Ein Schritt dazu besteht darin, Produkte zu verkaufen, die das Management nicht zum Kern zählt, um die finanziellen Ressourcen effizienter einsetzen zu können. So trennte sich Sage bereits im vergangenen Jahr von der Healthcare-Sparte in den USA. Vorige Woche hat Sage den Verkauf von sieben weiteren Produktlinien angekündigt. Vor allem in Nordamerika präsent sind davon Act! und Sales Logix, die an die Firma Swiftpage gehen, sowie Nonprofit Solutions, die von der Firma Accel-KVR übernommen werden. In Frankreich und Spanien auf dem Markt sind C&I, ATL, Automotive und Aytos. In Deutschland werden von den genannten Produkten nur die CRM-Programme Act! und SalesLogix vertrieben. »Der Verkauf ermöglicht es den regionalen Verantwortlichen, sich auf die Wachstumsfelder in ihren Kernmärkten zu konzentrieren«, begründet Sage-CEO Guy Berruyer. Für die Verkäufe in Amerika kommen 101,2 Millionen Dollar in die Kasse, für die europäischen Produkte liegt von der Firma Argos Soditic ein Kaufangebot in Höhe von 33,2 Millionen Euro vor.

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