Trotz Umsatzsteigerung: Intershop wieder mit Verlust

Intershop hat im Geschäftsjahr 2012 wieder Verlust gemacht. Das Unternehmen machte Investitionen für die roten Zahlen verantwortlich.

Intershop-Turm in Jena: 2012 wieder Verlust (Bild: Intershop)

Die Intershop Communications AG hat im Jahr 2012 wieder rote Zahlen geschrieben. Trotz eines Umsatzplus von fünf Prozent auf 51,8 Millionen Euro blieb unter dem Strich ein Nettoverlust von 0,6 Millionen Euro stehen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte Intershop noch einen Gewinn von drei Millionen Euro eingefahren. Der Software-Anbieter für den Online-Handel machte für den Gewinneinbruch vor allem Einmalaufwendungen in Höhe von 1,4 Millionen Euro für die Neuausrichtung des Betriebs verantwortlich. Schon im laufenden Geschäftsjahr hatte das Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognosen deutlich nach unten korrigiert, war aber noch von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgegangen. Vor allem machen dem Unternehmen aus Jena geringe Erlöse aus dem Verkauf von Software-Lizenzen zu schaffen. Mehr als die Hälfte der Einnahmen wurde mit dem Beratungsgeschäft generiert. Finanzvorstand Ludwid Lutter zeigte sich deshalb besonders mit den Wachstumsraten unzufrieden, diese lägen am unteren Rand der Erwartungen. Dennoch will das Unternehmen im nächsten Jahr wieder wachsen, nannte in diesem Zusammenhang aber keine konkreten Zahlen. Das 1992 gegründete Unternehmen hatte 2009 erstmals Gewinn einfahren und in den beiden Folgejahren jeweils Rekordergebnisse vorweisen können. Nach eigenen Untergaben zählen mehr als 500 große und mittelständische Unternehmen zu den Kunden von Intershop.