Erfolgreicher Start der Appe Watch: Wearable-Markt: Apple debütiert auf dem zweiten Rang

Mit seiner Smartwatch hat Apple aus dem Stand fast 20 Prozent Marktanteil im Wearable-Bereich erobert. Bis der Hersteller die Spitzenposition von Fitbit übernimmt, ist es wohl nur eine Frage der Zeit.

(Foto: Ammentorp - Fotolia)

Der Wearable-Markt verzeichnet weiter rasante Wachstumsraten. Im zweiten Quartal 2015 stiegen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 223,2 Prozent auf 18,1 Millionen Geräte, wie aus Zahlen von IDC hervorgeht. Die Nummer eins bleibt Fitbit, das 4,4 Millionen Fitness-Tracker absetzen konnte. Das ist zwar eine halbe Million mehr als noch im ersten Quartal dieses Jahres, reicht aber nur noch für einen Marktanteil von 24,3 Prozent, denn mit Apple stieg im Frühjahr ein Schwergewicht in den Markt ein, das sich aus dem Stand auf den Verfolgerrang schob: IDC zufolge wurde die »Apple Watch« 3,6 Millionen Mal verkauft und kommt damit auf einen Anteil von 19,9 Prozent. Fast jedes fünfte abgesetzte Wearable-Device war also eine Apple Watch. Bedenkt man, dass die Uhr erst ab Ende April verkauft wurde und es anfangs Lieferschwierigkeiten gab, hätten es wohl noch deutlich mehr sein können.

IDC sieht Apple schon als kommenden Marktführer. Fitbit verkaufe nur sogenannte »Basic Wearables«, denen in den nächsten Jahren »Smart Wearables« den Rang ablaufen würden, so IDC-Analyst Jitesh Ubrani. Bei den smarten Geräten, die sich dadurch auszeichnen, dass auf ihnen auch Apps von anderen Anbietern laufen, habe Apple bereits jetzt einen Marktanteil von zwei Dritteln und werde diese Dominanz fortführen.

IDC zufolge sollen in diesem Jahr 33,1 Millionen Smart Wearables einen Käufer finden – ein Plus von 683 Prozent gegenüber den 4,2 Millionen, die es noch im vergangenen Jahr waren. Das Wachstum der Basic Wearables mutet dagegen fast bescheiden an: von 22,1 auf 39,0 Millionen. Voraussichtlich im nächsten Jahre überholen Smartwatches und Co. dann die einfachen Fitness-Tracker. Für 2019 prognostizieren die Marktforscher einen Absatz von 89,4 Millionen smarten und 66,3 Millionen einfachen Devices.

Übersicht