Aktionsplan vorgelegt: Flächendeckender Glasfaserausbau bis 2025

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) hat jetzt einen »Aktionsplan Glasfaser« vorgelegt. Darin fordert der Verband die Politik auf, den Fokus künftig ausschließlich auf den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Glasfaser-Anschlüssen bis in alle Gebäude Deutschlands zu legen.

Der Glasfaserausbau in Deutschland muss nach Ansicht des Breko stärker als bisher vorangetrieben werden.
(Foto: envfx - fotolia)

In seinem »Aktionsplan Glasfaser« hat der Breko jetzt einen Fünfpunkte-Plan mit verschiedenen Maßnahmen vorgelegt. Der Verband fordert die Politik dazu auf, künftig ausschließlich auf den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Glasfaser-Anschlüssen bis in alle Gebäude Deutschlands zu setzen. Außerdem sollte ein nachhaltiges und langfristig angelegtes Glasfaser-Infrastrukturziel deutlich über die kommende Legislaturperiode hinaus formuliert werden, heißt es.

Kernaussage des Aktionsplans: Deutschland brauche bis 2025 flächendeckend Glasfaseranschlüsse mit mindestens einem Gigabit pro Sekunde. »Reine Glasfaseranschlüsse bis direkt zu allen Bürgern und Unternehmen sind schon bald so wichtig wie ein Wasser- oder Stromanschluss«, sagt Breko-Präsident Norbert Westfal. Deutschland müsse mit der leistungsfähigsten digitalen Infrastruktur in Europa punkten.

Neben dem Appell nach einem langfristigen Glasfaser-Infrastrukturziels fordert der Verband ein stabiles und langfristig angelegtes, wettbewerbsförderndes Regulierungskonzept für den Glasfaserausbau. Hierdurch werden auch Finanzinvestoren mit hohem Investitionsvolumen (zum Beispiel Pensionskassen, Versicherer, Versorgungswerke) dazu motiviert, langfristig in die Errichtung Glasfasernetzen zu investieren.

Um die Kosten für eine flächendeckende Glasfaser-Erschließung zu decken, sollten die Kräfte und Finanzmittel laut Breko im Rahmen von Kooperationen gebündelt werden. Eine entscheidende Voraussetzung hierfür ist auch ein funktionierendes Open-Access-System, über das sowohl die Deutsche Telekom als auch ihre Wettbewerber wechselseitig Netzzugangsleistungen einkaufen können.

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