Vertrauensaufbau: Huawei eröffnet Transparenzzentrum in Brüssel

Bei der Eröffnung seines Cybersecurity-Transparenzzentrums wirbt Huawei um Vertrauen und lädt Regierungen, Industrieverbände sowie TK- und Sicherheitsexperten zur Zusammenarbeit ein.

Ken Hu, Deputy Chairman von Huawei, bei der Eröffnugn des Cybersecurity-Transparenzzentrums in Brüssel
(Foto: Huawei)

Huawei hat in Brüssel ein Cybersecurity-Transparenzzentrum eröffnet. Dort will der chinesische Technologiekonzern die Sicherheitsverfahren in seinen Produkten demonstrieren, Tests und Verifizierungen ermöglichen sowie mit Experten daran arbeiten, Security-Standards weiterzuentwickeln. »Wir verstehen die Sorgen der Menschen um Cybersecurity in der digitalen Welt«, sagte Ken Hu, stellvertretender Chairman von Huawei. Alles fange mit gegenseitigem Vertrauen an, weshalb man das Transparenzzentrum eingerichtet habe und Regulierungsbehörden, Standardisierungsorganisationen und Kunden einlade, zusammen mit Huawei an Security-Verfahren und Verifikationsmechanismen zu arbeiten. »Gemeinsam können wir die Sicherheit verbessern und Vertrauen durch Verifikation schaffen«, so Hu.

Klar wurde bei der Eröffnung, dass es Huawei nicht nur darum geht, Security in der IT-Welt voranzubringen, sondern auch Sicherheitsbedenken gegenüber dem Unternehmen selbst zu zerstreuen. In den vergangenen Monaten war es verstärkt unter Spionageverdacht geraten – geschürt wurden die Vorwürfe vor allem von den USA, die den TK-Anbieter vom 5G-Netzausbau ausschlossen, aber auch in Europa wuchsen zuletzt die Bedenken, obwohl wichtige Netzbetreiber und auch das BSI dem Konzern den Rücken gestärkt hatten. In Brüssel wurde von Huawei-Seite immer wieder betont, man lege Wert auf Sicherheit und halte sich an alle Regeln.

»Wir verpflichten uns, enger mit allen Interessengruppen in Europa zusammenzuarbeiten, einschließlich Regulierungsbehörden, Carriern und Standardisierungsorganisationen, um ein System des Vertrauens aufzubauen, das auf Fakten und Überprüfbarkeit basiert«, sagte Hu. Bei der EU will man das Unternehmen beim Wort nehmen. Peter Kouroumbashev, Mitglied des Europäischen Parlaments, sprach von einer »exzellenten Gelegenheit, ein Sicherheitszertifizierungsschema für 5G« zu erarbeiten, das sich weltweit anwenden lasse.