Netzausbau: Versatel: Mehr Glasfaser, weniger Kunden

Die Telefongesellschaft Versatel hat ihr bundesweites Glasfasernetz um gut 2.000 Kilometer auf nun mehr als 40.000 Kilometer ausgebaut. Trotz des erweiterten Netzes ist der Umsatz gesunken, auch die Kundenzahl ging zurück.

Versatel setzt auf den Netzausbau

Der bundesweit tätige Netzbetreiber Versatel sieht sich für die Post-DSL-Ära gut gerüstet: Das eigene Glasfasernetz ist jetzt über 40.000 Kilometer lang. Der Wachstumsmarkt mobile Datenkommunikation sowie der verstärkte Abschluss von FTTx-Kooperationen soll die vergrößerte Infrastruktur künftig gut auslasten und in den kommenden Jahren zusätzliche Wachstumsimpulse bescheren. »Wir verfügen sowohl über die technischen Kapazitäten als auch über das erforderliche Know-how, um in den nächsten Jahren als führender strategischer Partner dem steigenden Bandbreitenbedarf zu begegnen«, betont Joachim Bellinghoven, Chief Operating Officer der Versatel AG.

Die Einnahmequelle im Breitbandbereich wird für das Unternehmen zunehmend wichtig, denn die Erlöse sind 2009 um vier Prozent auf 735 Millionen Euro gefallen. Im Privatkundengeschäft sank die Kundenzahl von 709.000 auf 682.700. Auch im Wholesale-Geschäft musste das Unternehmen Einbußen hinnehmen, einzig im Geschäftskundenbereich verzeichnete Versatel Zuwächse. Der Umsatz stieg hier um neun Millionen Euro auf 205 Millionen. Im Produktsegment IP-VPN verzeichnete der Carrier mit 72 Millionen Euro (Vorjahr 59 Mio. EUR) einen kräftigen Zuwachs. Zum Monatsbeginn hatte Versatel im Geschäftskundenbereich eine strategische Vertriebspartnerschaft mit Siemens Enterprise Communications (SEN) angekündigt.