Tesla: Elon Musk plant Börsen-Rückzug

Tesla-Chef Elon Musk zieht in Betracht, Tesla von der Börse zu nehmen. Weil der Tesla-Kurz kurz nach der Nachricht verrückt spielte, musste der Handel mit den Papieren vorübergehend gestoppt werden.

(Foto: Elon Musk / Twitter)

Elan Musk spielt mit dem Gedanken, Tesla in ein Privatunternehmen umzuwandeln. Der Tweet dazu löste bei den Aktien des Unternehmens ein so großes Chaos aus, dass der Handel vorübergehend ausgesetzt werden musste. Zunächst war noch unklar, ob der Tweet ernst zu nehmen war. Unter dem Druck der Finanzmärkte veröffentlichte er nun jedoch eine Rundmail, in der er zu seinem Plan Stellung nimmt.

Elon Musk schreibt, es wäre angenehmer, wenn die Firma privatisiert wäre und die »negative Propaganda« beendet würde. Außerdem habe er die Hoffnung, derzeitige Aktionäre würden auch dem privatisierten Unternehmen die Treue halten. Halbjährlich hätten sie dann die Möglichkeit, ihre Beteiligung zu liquidieren oder neue hineinzukaufen. Der Rückkaufpreis soll 420 US-Dollar betragen.

Daraufhin folgten starke Kursschwankungen. Deshalb stoppte die Börsenaufsicht kurzfristig den Handel. Nach der Wiederaufnahme schnellte der Börsenwert um elf Prozent nach oben. Derzeit ist Tesla an der Börse 60 Milliarden Dollar wert. Musk hält dabei 20 Prozent der Aktien. Die Finanzierung des Unternehmens bei einer Privatisierung ist noch unklar.

In einer Rundmail an seine Mitarbeiter äußerte er: »Als ein börsenorientiertes Unternehmen sind wir wilden Schwankungen unseres Aktienpreises ausgesetzt und das kann eine große Ablenkung für alle sein, die bei Tesla arbeiten, die auch alle Aktionäre sind.« Weiterhin bestehe ein zu großer Druck wegen den Quartalsergebnissen und führe langfristig nicht immer zu den besten Entscheidungen. Mit einem Rückzug vom Parkett möchte Elon Musk »ein Umfeld schaffen, in dem Tesla am besten operieren kann«. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.