Fujitsus Channelchef Santosh Wadwa im Gespräch: Fujitsu will Neukunden gewinnen

Auch nach der Schließung seines Werks in Augsburg bleibt Hardware der tragende Pfeiler bei Fujitsu, wie der neue Channelchef Santosh Wadwa betont. Fujitsu werde auch künftig das komplette Portfolio – von der Maus bis zum Outsourcing – anbieten. Verstärkt investieren will der Hersteller auch in Services. 2019 steht zudem die Neukundengewinnung ganz oben auf der Agenda.

Kick-backs für Neukundengeschäft

2019 soll das Partnergeschäft weiter wachsen und dafür will Fujitsu verstärkt in die Akquise von Neukunden investieren. Zwar sei die Wirtschaftslage gut, aber die Zahl der Kunden nun einmal endlich, so Wadwa, Letztendlich sei der Kampf um die Kunden ein Verdrängungswettbewerb. Und um seine Partnern dafür zu munitionieren, intensiviert Fujitsu Leadgenerierung und Co-Leadgenerierung zusammen mit den zertifizierten Partnern. Ab sofort wird die Gewinnung von Neukunden zudem mit extra Kick-Back-Zahlungen honoriert. Diese fließen bei Datacenter-Projekten mit einem Umsatzvolumen ab 50.000 Euro und bei Client-Projekten ab 30.000 Euro. Über ein neues MDF-Tool können die Partner zudem Mittel für Marketing-Maßnahmen beantragen.

Aber auch die Bilanz für das am 31. März 2019 abgelaufene Geschäftsjahr 2018 kann sich sehen lassen. Das Partnerbusiness konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von zehn Prozent verbuchen. Wachstumstreiber waren Notebooks und die Primergy-Server. Das Servergeschäft in der DACH-Region sei um 18 Prozent gewachsen, der Datacenter-Bereich um 12 Prozent, so Wadwa. Bei Workstations waren es immerhin noch 8 Prozent. Bei Integrated Systems konnte Fujitsu das Geschäft in der EMEIA-Region mehr als verdreifachen (325 Prozent). Wadwa nennt hier explizit »Primeflex für vSAN«, »Primeflex für Nutanix« und »Primeflex für SAP«. Dagegen sei »Primeflex für Hadoop« vom Markt nicht so gut angenommen und deshalb wieder eingestellt worden.