Fujitsus Channelchef Santosh Wadwa im Gespräch: Fujitsu will Neukunden gewinnen

Auch nach der Schließung seines Werks in Augsburg bleibt Hardware der tragende Pfeiler bei Fujitsu, wie der neue Channelchef Santosh Wadwa betont. Fujitsu werde auch künftig das komplette Portfolio – von der Maus bis zum Outsourcing – anbieten. Verstärkt investieren will der Hersteller auch in Services. 2019 steht zudem die Neukundengewinnung ganz oben auf der Agenda.

Neuer Standort in Augsburg gesucht

Das Fujitsu-Werk in Augsburg wird bis 2020 geschlossen und verkauft
(Foto: Fujitsu)

Das Hardwaregeschäft – Clients wie auch Server und Storage bis hin zu Mainframes – bleibt jedoch im Fokus. »Wir werden weiter eine starke Produktstrategie verfolgen. Das macht auch in Zukunft einen großen Umsatzanteil bei Fujitsu aus«, betont Wadwa. Und hier will sich Fujitsu verstärkt durch Services und Customizing von der Konkurrenz abheben – sei es direkt ab Werk oder wie bei »Server4you« über die Distribution. Hier dürften Fujitsus Partner und Distributoren in Zukunft noch mehr Aufgaben übernehmen. Denn der einstige Vorteil der kundennahen Produktion in Deutschland ist Geschichte.

Im kommenden Jahr schließt das Werk in Augsburg endgültig seine Tore (CRN berichtete). Fujitsu will in Augsburg aber einen Standort für rund 350 Mitarbeiter beibehalten, die sich um technischen Support, Services und Marketing kümmern. Für den Produktionsstandort gibt es eine Reihe von Interessenten, wie Fujitsu-Firmensprecher Michael Erhard bestätigt. Das verkehrstechnisch gut gelegene Gelände soll auch als Standort für die geplante Batteriezellen-Fertigungen in Deutschland im Gespräch sein, für die Wirtschaftsminister Peter Altmaier eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen will.