Solide Zahlen trotz Abschwung: Infineon behauptet sich in schwierigen Zeiten

Der Boom auf dem Halbleitermarkt scheint vorerst vorbei - trotz der Pläne für elektrisches und automatisiertes Fahren. Das spürt auch der Chiphersteller. Für das erste Halbjahr überrascht der Dax-Konzern aber.

Zukunftsmarkt Antriebssysteme

Nahezu die Hälfte seines Geschäfts macht Infineon mit der Automobilindustrie. Der Konzern setzt dabei vor allem auf elektrische und autonome Antriebe, weil dafür deutlich mehr Elektronik benötigt wird als für herkömmliche Motoren.

Trotz der derzeitigen Schwäche des Marktes hat Infineon im zweiten Quartal den Umsatz in diesem Segment um 8 Prozent auf 875 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöht. »Grund für den Anstieg waren eine bessere Nachfrage in den Bereichen elektrische Antriebe und Fahrassistenzsysteme«, teilte der Konzern mit. Der Rückgang des operativen Ergebnisses in dem Segment um 3 Prozent im selben Zeitraum spiegelt hingegen die konjunkturell schwierige Lage der Branche wider.

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie geht in seiner jüngsten Prognose davon aus, dass das weltweite Wachstum des Halbleitermarktes von derzeit durchschnittlich knapp 9 Prozent pro Jahr auf knapp 3 Prozent abnehmen wird.

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